Wenn ich an die Zukunft unserer Kinder denke wird mir angst und bange

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

niemand von uns kann sich vorstellen, wie es ist, eine Geisel zu sein. Ausgeliefert, in den Händen von Barbaren, rechtlos, würdelos.

Nach dem barbarischen Angriff der islamistischen Hamas im vergangenen Oktober auf Israel wurden 1300 Zivilisten abgeschlachtet. Ja, abgeschlachtet. Frauen, Kleinkinder, es gibt furchtbare Filmszenen, wo eine lachende Horde Menschen zu Tode prügelt. Und in Deutschland und anderswo in westlichen Ländern sammeln Gutmenschen Geld für die palästinensische Mörderorganisation oder erregen sich über Israel, das zurückschlägt. Erbarmungslos, aber nicht grundlos.

Fast 240 Israelis wurden im Oktober als Geiseln genommen, viele junge Leute, die auf einem Musikfestival fröhlich feierten, als die Bestien kamen.

Nach vielen Verhandlungen gab es immer mal gegenseitige Austauschtreffen, Geiseln gegen inhaftierte Gefangene der Hamas und sowas. Bis gestern gingen alle davon aus, dass sich immer noch 130 Israelis in der Gewalt der Hamas befinden. Gestern äußerte sich ein hochrangiger Hamas-Apparatschik im Gazastreifen und erklärte, es gäbe nicht einmal mehr 40 Geiseln, über deren Austausch zu verhandeln sei. Die „New York Times“ berichtete darüber.

Gut möglich, dass alle anderen Geiseln, für die noch Hoffnung bestand, inzwischen tot sind. Wird es einen großen öffentlichen Aufschrei hierzulande geben, wenn es sich bewahrheitet. Ganz sicher nicht, nicht in diesem linksgrünen Appeaser-Staatswesen, das verlernt hat, was gut und falsch, was notwendig und überflüssig ist. Wir sind nicht mehr fähig und viele auch nicht mehr willens, das Richtige zu tun und uns selbst wenigstens zu verteidigen gegen die vielen Gefahren und Herausforderungen unserer Zeit.

Wenn ich an unsere Kinder denke, wird mir angst und bange.

Mit herzlichen Grüßen,

Klaus Kelle

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Über den Autor

Klaus Kelle
Klaus Kelle, Jahrgang 1959, gehört laut Focus-online zu den „meinungsstärksten Konservativen in Deutschland“. Der gelernte Journalist ist jedoch kein Freund von Schubladen, sieht sich in manchen Themen eher als in der Wolle gefärbten Liberalen, dem vor allem die Unantastbarkeit der freien Meinungsäußerung und ein Zurückdrängen des Staates aus dem Alltag der Deutschen am Herzen liegt. Kelle absolvierte seine Ausbildung zum Redakteur beim „Westfalen-Blatt“ in Bielefeld. Seine inzwischen 30-jährige Karriere führte ihn zu Stationen wie den Medienhäusern Gruner & Jahr, Holtzbrinck, Schibsted (Norwegen) und Axel Springer. Seit 2007 arbeitet er als Medienunternehmer und Publizist und schreibt Beiträge für vielgelesene Zeitungen und Internet-Blogs.