Was unterscheidet diese Tageszeitung von einem Blog?

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Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

ich denke, TheGermanZ-Leser sind recht gut informiert. Gegen die Großen anzuschwimmen, das ist nicht immer leicht mit den vergleichsweise bescheidenen finanziellen Mitteln. Unsere Autoren werden bislang auf dem legendären taz-Niveau ausgebeutet, und alle machen mit, weil sie hinter diesem Projekt stehen und Teil eines großen Medienunternehmens werden wollen.

Vor fünf Monaten sind wir gestartet, um 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche, Nachrichten zu produzieren. Dazu brauchen wir auch Nachrichtenagenturen, allen voran die Deutsche Presse-Agentur (dpa), denn wenn in Ausstralien ein Hai einen deutschen Surfer angreift oder in Vietnam die Erde bebt, dann können wir nicht einfach hinfliegen, dann müssen wir uns auf die Kollegen mit dem globalen Netzwerk verlassen. Und das klappt bisher reibungslos, wenn man davon absieht, dass wir/ich immer wieder dpa-Texte entgendern müssen. Aber sei’s drum…

Unsere Zeitung hat eine klare bürgerliche Haltung, viele Themen, die auch anderswo behandelt werden, lesen sich dort oft ganz anders als bei uns. Besonders wenn es etwa um Viktor Orban und seine Familienpolitik, oder Frau von der Leyen und wie sie den EU-Laden steuert, geht. Da haben Sie sicher oft den Eindruck, als würden wir über ganz unterschiedliche Ereignisse berichten. Andere Themen – Fußball oder Olympia – unterscheiden sich wenig, es sei denn, unsere deutschen sportlichen Vertreter machen sich mit Niederknien und GenderGaga vor dem Wettbewerb vor den Augen der Weltöffentlichkeit zum Affen.

Wir leben in spannenden Zeiten, nicht nur wegen Corona. Wir begleiten, was Sie interessiert. Schafft es Armin Laschet tatsächlich noch, seinen sicher geglaubten Wahlsieg zu versemmeln? Wird Werder Bremen direkt wieder in die Erste Liga aufsteigen oder vor sich hindümpeln wie der HSV? Wie endet der Machtkampf in der AfD? Endet er überhaupt jemals? Und werden wir Weihnachten wieder als großes Familienfest feiern können, oder überrollt uns dann schon die sechste Corona-Welle?

Wir wissen es nicht, aber ich verspreche Ihnen, dass wir bei diesen und anderen Themen am Ball bleiben. Nachrichten sind etwas anderes als Meinung, Blogs ganz anders als eine Tageszeitung. Aber es ist wichtig, eine vollwertige Tageszeitung zu haben, die anders gewichtet, was für Menschen relevant sein könnte, die mit den bestehenden Verhältnissen in Deutschland nicht mehr zufrieden sind.

Und darum kümmern wir uns auch in Zukunft.

Mit herzlichen Grüßen,

Ihr Klaus Kelle

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Über den Autor

Klaus Kelle
Klaus Kelle, Jahrgang 1959, gehört laut Focus-online zu den „meinungsstärksten Konservativen in Deutschland“. Der gelernte Journalist ist jedoch kein Freund von Schubladen, sieht sich in manchen Themen eher als in der Wolle gefärbten Liberalen, dem vor allem die Unantastbarkeit der freien Meinungsäußerung und ein Zurückdrängen des Staates aus dem Alltag der Deutschen am Herzen liegt. Kelle absolvierte seine Ausbildung zum Redakteur beim „Westfalen-Blatt“ in Bielefeld. Seine inzwischen 30-jährige Karriere führte ihn zu Stationen wie den Medienhäusern Gruner & Jahr, Holtzbrinck, Schibsted (Norwegen) und Axel Springer. Seit 2007 arbeitet er als Medienunternehmer und Publizist und schreibt Beiträge für vielgelesene Zeitungen und Internet-Blogs.