Warum teilt man die Kanzlerschaft nicht einfach nach Inzidenz?

von ALEXANDER KOMIANOS

Man kann sich für Armin Laschet aussprechen. Muss man aber nicht. Man kann auch für Markus Söder sein. Muss man aber nicht. Aber eines wird in dieser Auseinandersetzung deutlich. Wäre man auf der Suche nach dem Kandidaten der Union, der nachweislich die besten Chancen auf das Kanzleramt hätte, wäre die Frage klar zu beantworten. Es kann nur Markus Söder sein.
Ist sie aber nicht. Denn die Spitze und das „Establishment“ der CDU wollen ihren Vorsitzenden Armin Laschet auch gegen Widerstände in der eigenen Bundestagsfraktion, mancher Landesverbände und der Basis durchsetzen. Auf Gedeih und Verderb.

Früher hätte allein der Antrieb auf den Machterhalt dazu geführt, dass man abgewogen hätte, wer für die Union die besten Chancen besitzt. Wäre Markus Söder Mitglied der CDU, wäre er eindeutig der Kandidat. Es geht also um Ego. Diesmal allerdings interessanterweise nicht zwingend ausgehend von Markus Söder. Die CDU ist es, die ihr Ego über den Erfolg der Union stellt. So ist sie bereit, einen Mann auf den Kandidatenthron zu heben, der, glaubt man den Umfragen, noch nicht einmal mehr das Vertrauen der eigenen Wahlbevölkerung in NRW besitzt.

Mein Vorschlag: Die beiden sollten sich die Kanzlerschaft teilen. Bei einer Inzidenz unter 50 regiert Armin Laschet. Bei einer Inzidenz über 50 Markus Söder.

Bildquelle:

  • Alexander_Komianos: dautrus capital ag

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