Tennisprofi Zverev gegen Impf-Bevorzugung für Olympia-Teilnehmer

Alexander Zverev ist gegen eine Aufhebung der Impf-Reihenfolge. Foto: Sven Hoppe/dpa

MÜNCHEN – Alexander Zverev hat sich deutlich gegen eine bevorzugte Impf-Behandlung von deutschen Olympia-Teilnehmern ausgesprochen. Der beste deutsche Tennisprofi sagte in München, dass die aktuelle Priorisierung beibehalten werden solle.

«Wir sollten nach der Reihenfolge gehen, wer es am meisten braucht. Momentan, als 24-Jähriger, würde ich nicht sagen, dass ich es am meisten brauche.» Der DOSB ging zuletzt davon aus, dass alle deutschen Teilnehmer der Sommerspiele geimpft werden können.

Zverev, der sich auf seinen Start beim ATP-Sandplatzturnier in München in dieser Woche vorbereitet, wünscht sich zunächst Impfungen für andere Personengruppen, darunter etwa seine Eltern oder Großeltern. Einzig der Rang als Teilnehmer in Tokio dürfe keine Rolle spielen, sagte er. «Es gibt im Moment wichtigere Menschen, die geimpft werden sollten, als Olympia-Sportler. Wir sind bei Olympia dabei. Das heißt aber ja nicht, dass wir etwas Besseres sind.»

Der Hamburger will bei den Sommerspielen im Einzel sowie im Mixed an der Seite von Angelique Kerber antreten. Das Olympia-Turnier habe für ihn einen großen Stellenwert in der Saison, wenn auch nicht so wie die vier Grand Slams. Japan sei deshalb speziell, weil man dort «nicht nur für sich, sondern für ein ganzen Land» spiele, sagte er. Sein Ziel ist Edelmetall im Einzel oder im Mixed. «Bei Olympia ist es egal, in welcher Disziplin du eine Medaille gewinnst.»

Bildquelle:

  • Tennisprofi: dpa

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Über den Autor

Klaus Kelle
Klaus Kelle, Jahrgang 1959, gehört laut Focus-online zu den „meinungsstärksten Konservativen in Deutschland“. Der gelernte Journalist ist jedoch kein Freund von Schubladen, sieht sich in manchen Themen eher als in der Wolle gefärbten Liberalen, dem vor allem die Unantastbarkeit der freien Meinungsäußerung und ein Zurückdrängen des Staates aus dem Alltag der Deutschen am Herzen liegt. Kelle absolvierte seine Ausbildung zum Redakteur beim „Westfalen-Blatt“ in Bielefeld. Seine inzwischen 30-jährige Karriere führte ihn zu Stationen wie den Medienhäusern Gruner & Jahr, Holtzbrinck, Schibsted (Norwegen) und Axel Springer. Seit 2007 arbeitet er als Medienunternehmer und Publizist und schreibt Beiträge für vielgelesene Zeitungen und Internet-Blogs.