Guten Morgen, hochverehrtes Publikum,
liebe Leserinnen und Leser!
Gestern schrieb mir ein Facebook-Freund aus dem schönen Frankenland, dass „die“ sich bei den nächsten Wahlen umgucken werden. Dann werde – meine Formulierung – der blaue Taifun „AfD“ über unser Land kommen und das „Altparteienkartell“ CDUCSUSPDFDPGRÜNELINKE hinwegfegen. Nun, jetzt aber wirklich, total, und in echt dieses Mal, werde dem System der Garaus gemacht.
Insgeheim oder auch offen mag mancher von Ihnen das auch hoffen oder glauben. Als jemand, der sich seit über 40 Jahren mit dem politischen „Driss“ (op kölsch) in Deutschland beschäftigt, sage ich Ihnen: Das wird eben nicht passieren.
Am Wochenende lasen wir in einer YouGov-Umfrage, dass die politische Stimmung im Lande schlecht sei. Eine deutliche Mehrheit der deutschen Wähler hält Olaf Scholz als Bundeskanzler für ungeeignet, seinen möglichen Herausforderer Friedrich Merz auch. Und – festhalten! – jeweils ein Viertel sagen, sie trauten Baerbock, Weidel und Wagenknecht die Kanzlerschaft zu.
Ein Volkstribun, einer oder eine, die Deutschland zusammenhält und auf 80 oder wenigstens 60 Prozent Zustimmung hoffen dürfte, ist weit und breit nicht in Sicht.
104.000 Bürger strömten gestern in Berlin ins Bundeskanzleramt und einige Ministerien. Herrliche Sommertemperaturen, uns Olaf im weißen Hemd ganz leger ohne Krawatte und dunkles Sakko, der Kanzler zum Anfassen. Annalena Baerbock bestens gelaunt im bunten Sommerkleidchen, es gab was zu trinken, Fallschirmspringer der Bundespolizei schwebten über dem Kanzleramt ein. Nicht, um das kleine Häuflein Klima-Extremisten abzuräumen, sondern um bella figura zu machen.
Und wissen Sie, was der Renner im Kanzleramts-Garten gestern war? Genau! Selfies. Handy-Shots mit Olaf und Annalena, Christian und Hubertus.
Das ist die Realität
Wenn in Sachsen 10.000 gegen den Irrsinn der aktuellen deutschen Politik auf die Straßen gehen, dann träumt so mancher von einem neuen ’89. Aber das wird nicht kommen. Weil es keine echte Alternative gibt. Weil die Lebensverhältnisse in Deutschland immer noch weit besser sind als überall anders auf der Welt, weil man mit dem Euro überall auf dem Planeten bezahlen kann und zum Beispiel der russische Rubel inzwischen nahezu auf Ostmark-Niveau abgeschmiert ist.
Sie wissen, dass ich eine um 180 Grad andere Politik will. Ich streite für die Ablösung dieser Ampel-Stümperei und dieses mittleren Verwaltungsbeamten im Bundeskanzleramt. Ich will die Klima-Hysterie beenden, die üppig von uns allen finanzierten linksradikalen Netzwerke lahmlegen, neue Atomkraftwerke gebaut sehen. Ich will die GenderGaga-Lehrstühle an deutschen Universitäten abschaffen, und den gesamten öffentlich-rechtlichen Staatsfunk gleich mit. Ich will „Deutschland zuerst!“, einen selbstbewussten Staat in der Völkergemeinschaft, verbündet mit anderen Staaten, die unsere Werte teilen.
Aber Revolution? Blauer Taifun? Ich bitte Sie!
Der brandenburgische Agrarminister Axel Vogel hat am Wochenende gesagt, dass er nach der Landtagswahl im kommenden Herbst mit einer Regierungskoalition von SPD, CDU und Grünen rechnet. Das Kalkül des Grünen-Politikers: „Solange sich niemand mit der AfD zusammentut, läuft es am Ende darauf hinaus, dass diese Koalition weiter macht.“ So einfach ist das. Und weil er sich sicher ist, was der Bürger in der Wahlkabine machen wird, schließt er auch gleich noch die weitere „theoretisch auch noch denkbare Option“ aus, mit den Linken eine Regierung zu bilden. Das sei bloß eine „intellektuelle Spielerei“.
Glauben Sie mir, auch wenn es mancher nicht gern hört: Die Revolution wird nicht kommen, der Umsturz auch nicht, und wenn es ganz mies läuft, wird Olaf Scholz sogar noch einmal zum Kanzler gewählt…
Mit herzlichen Grüßen,
Ihr Klaus Kelle