Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser!
CDU-General Carsten Linnemann fordert einen fraktionsübergreifenden „Schulterschluss“ im Deutschen Bundestag, um die Flüchtlingswelle nach Deutschland einzudämmen. Und wie immer, wenn die CDU etwas fordert, tut sie das brav auf dem vom linksgrünen Juste Milieu vorgegebenen Leitsatz: Aber nicht mit der AfD!
Genau das ist der Grundfehler
Fast jeder Vierte in Deutschland würde die AfD wählen, wenn morgen Bundestagswahl wäre. Jeder Vierte! Wenn Sie in den Fußgängerzone unterwegs sind, bei Aldi Gemüse holen oder abends beim Italiener Pizza essen – jeder Vierte um sie herum wählt offen oder heimlich AfD. Und wenn Sie dann mal ihren Blick schweifen lassen: das sind eine ganze Menge.
Sozis, Grüne, Kommunisten und Ruprecht Polenz wissen natürlich auch, dass die Millionen Menschen, die AfD wählen, keine „Nazis“ sind, keine Rassisten, keine völkischen Rumschwurbler. Klar, die gibt es auch in einigen ostdeutschen Sprengeln, aber die große Masse ihrer Wähler sind zutiefst bürgerliche Menschen, die einfach ihr Land zurückhaben wollen. Die nicht durch Straßen gehen wollen, wo sich vor den (Sozial-)Häusern Müllsäcke stapeln und vollgeschissene Windeln aus den Fenstern geworfen werden. Die nicht durch Fußgängerzonen und Parks gehen wollen und angepöbelt werden von Deutschlands Gästen, deren Lebensunterhalt wir bezahlen, und die weder uns noch unsere Art zu leben und vor allen Dingen unsere Gesetze und Traditionen respektieren.
Und wir? Wir schauen woanders hin…
Ist schlimm geworden alles, die Politiker sind schuld…
Klar sind sie das. Auch wenn es Sie langweilt: die Grundschuld trägt Angela Merkel mit ihrer sogenannten Flüchtlingspolitik ab Herbst 2015. Sie hat alle Dämme niedergerissen, sie hat verhindert, dass die Bundespolizei die Grenzen wieder schloss (lesen Sie „Die Getriebenen“ vom großartigen Kollegen Robin Alexander. Unbedingt!) Und es war nicht nur Merkel selbst, deren Motive – davon bin ich fest überzeugt – alles andere als humanistischer Natur waren. Es waren auch die willfährigen Klatschkolonnen auf CDU-Parteitagen mit ihren dämlichen „Angie! Angie!“-Sprechchören und 11-Minuten-Beifallsorgien. Keiner wagte es, den Merkels und ihren Unterstützern beim CDU-Zerstörungswerk in den Arm zu fallen. Alle machten mit – außer ein paar tapferen Leuten vom „Berliner Kreis“ und der „WerteUnion“, denen man keine Chance ließ.
Friedrich Merz war bei den Anpassern definitiv nicht dabei (und ich hoffe, Carsten Linnemann auch nicht), weil Merkel Merz frühzeitig kaltgestellt hat. Vielleicht ist Merz gerade deshalb der richtige Mann an der Spitze der CDU jetzt. Oder er könnte es sein – wenn er den Mut hätte, in die Schlacht zu ziehen. Den Kampf um die Seele der Christdemokraten aufzunehmen und sich die Partei zurückzuholen, die Angela Merkel entkernt, ja enteiert hat. Stattdessen verleihen sie ihr Orden…
Gestern Abend habe ich mich in Düsseldorf mit einem meiner besten Freunde getroffen. Das war toll, monatelang hatten wir uns nicht gesehen. Er erzählte mir von einem Gespräch mit seinem minderjährigen Sohn, der ihn mittags nach der Schule fragte: „Papa, was wählst Du eigentlich?“ Mein Freund antwortete, er habe in seinem Leben im Grunde alles schon mal gewählt, was man so etabliert nennt. Ja, alles, denn manche Jungwähler kreuzen im Überschwang des Revoluzzerdaseins auch mal die Grünen an.
„Aber doch nicht die AfD?“, wollte der Sohn wissen, eigentlich eine rhetorische Frage. Denn in der Schule lernen sie ja, dass man die böse, böse AfD auf gar keinen Fall wählen darf. Mein Freund enttäuschte seinen Jungen kurz, denn auch er hat schon mal die AfD gewählt. Und er erklärte es ihm auch. Wenn in einem Land alle staatstragenden Parteien gemeinsam daran arbeiten, das Land herunterzuwirtschaften, welche Wahl hat man dann noch, außer AfD zu wählen? Trotz Höcke, trotz Krah, trotz Russland-Schleimerei?
Wählen Sie, was Sie wollen. Machen Sie ja sowieso, und das ist auch gut so!
Aber zwei Gedanken noch zum Schluss
Abschiebung ist Ländersache. In mehreren Bundesländern könnten Union und AfD mit ihren Mehrheiten am Montagmorgen die Grundlage dafür schaffen, dass Deutschland endlich wieder seine eigenen Gesetze anwendet und konsequent abschiebt. So wie die Grünen seit Jahren verhindern, dass in den Ländern, wo sie mitregieren, abgeschoben wird. So wie in Nordrhein-Westfalen, wo jüngst Möchtegern-Kanzler und MP Wüst erklärt hat, im größten Bundesland werde überhaupt nicht mehr abgeschoben. Trotz Messergewalt, Gruppenvergewaltigungen und Clan-Kriminalität.
Und, damit komme ich zu Carsten Linnemann zurück, den ich derzeit für den letzten und einzigen Hoffnungsträger halte, den die Christdemokraten in Deutschland überhaupt noch haben. Ich hoffe, mein ehrliches Bekenntnis schadet ihm nicht. Vor ein paar Jahren waren wir mal in einer Runde in Berlin essen, wo ich ihm sagte, er müsse „der deutsche Sebastian Kurz“ werden. Aber nicht mal das ist noch möglich…
Ich möchte Sie alle, besonders die AfD-Freunde hier, nochmal erinnern. Ob Ihre Partei 20, 25 oder 35 Prozent bei Wahlen holt, es ist alles völlig egal, ohne einen Partner, der die Stimmen zur Mehrheit bringt. Das ist kein einfacher Weg, da werden hinter verschlossenen Türen die Fetzen fliegen, da werden auf beiden Seiten Köpfe rollen. Aber es ist der einzige Weg, um dieses Land auf einen besseren Weg zu bringen. Fangt endlich damit an!
Mit herzlichen Grüßen,
Ihr Klaus Kelle