Papst Franziskus betet den Kreuzweg – und der Petersplatz bleibt leer

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ROM – In Rom hat Papst Franziskus gestern Abend den traditionellen Kreuzweg in Erinnerung an das Leiden von Jesus Christus am Tag vor dessen Kreuzigung fast allein gebetet. Üblicherweise wird das Oberhaupt der katholischen Kirche dabei von Zehntausenden Gläubigen in einer Prozession begleitet. Diesmal erinnerte der Pontifex eher an den streibaren Priester Don Camillo aus den gleichnamigen Fernsehfilmen, der auch einmal ganz allein das Kreuz trug, um dem Bösen zu widerstehen. Und dieses Mal ist das Böse das Coronavirus, das Italien und viele andere Länder seit Wochen im harten Griff hat. Auch in Deutschland fanden und finden in den Ostertagen keine Gottesdienste statt. Zeremonien und Heilige Messen werden live im Internet und über viele Fernsehkanäle übertragen. Aber für Christen ist das nur ein sehr ungenügender Ersatz.

Die katholische Kirche hatte die Prozession wegen der bedrohlichen Lungenkrankheit vom Kolosseum auf den Petersplatz verlegt, der für das Publikum gesperrt war.

Auch in Jerusalem fanden keine Prozessionen mit Gläubigen statt. Auch der Patriarch Erzbischof Pierbattista Pizzaballa ging am Karfreitag ohne Pilger durch die Via Dolorosa in der Altstadt Jerusalems. Lediglich drei Begleiter folgten ihm zur Grabeskirche.

Für die Christen weltweit ist Ostern das wichtigste Fest. Sie feiern das Leiden, den Tod und die Auferstehung des Erlösers Jesus Christus.

Bildquelle:

  • Papst_Franziskus_10.04.2020_Kreuzweg: vatican news
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