Nordkorea ist nicht zufrieden mit US-Präsident Bidens erster Rede im Kongress

US-Präsident Joe Biden verfolgt eine neue Politik gegenüber Pjöngjang. Foto: Michael Reynolds/Pool EPA/AP/dpa
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SEOUL – Die selbst erklärte Atommacht Nordkorea hat US-Präsident Joe Biden wegen seiner Warnung vor ihrem Kernwaffenprogramm einen schweren Fehler vorgeworfen und mit Konsequenzen gedroht.

Der Hauptpunkt der neuen Nordkorea-Politik der USA sei jetzt deutlich geworden, erklärte der Leiter der Abteilung für US-Angelegenheiten im nordkoreanischen Außenministerium, Kwon Jong Gun, am Sonntag in Anspielung auf die erste Rede Bidens als Präsident vor dem US-Kongress vor einigen Tagen. Darin hatte Biden Nordkorea als «ernste Bedrohung» für die Sicherheit der USA und der Welt bezeichnet.

Kwon bezeichnete Bidens Äußerungen als nicht tolerierbar. Biden habe «im Licht der heutigen Sichtweise einen groben Fehler begangen», wurde Kwon von den Staatsmedien zitiert. Nordkorea werde gezwungen sein, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, «und mit der Zeit werden sich die USA in einer sehr ernsten Situation wiederfinden».

Wie es von Pjöngjang üblich ist, warf Kwon den USA eine feindselige Politik und «konstante nukleare Erpressung» vor. Die Entwicklung von Atomwaffen durch sein Land stellte Kwon als Recht auf Selbstverteidigung dar.

Nordkorea ist wegen seines Atomprogramms harten internationalen Sanktionen unterworfen. Unter anderem entwickelt das Land auch Langstreckenraten, die besonders von den USA als Gefahr wahrgenommen werden.

Bidens Äußerungen zu Nordkorea erfolgten vor der Veröffentlichung einer neuen Politik gegenüber Pjöngjang. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, hatte zuletzt bestätigt, dass die Überprüfung der Politik jetzt abgeschlossen sei. Die neue Politik stelle «einen angemessenen, praktischen Ansatz für die Diplomatie mit Nordkorea dar, mit dem Ziel, die Bedrohung für die USA zu beseitigen», zitierte die «Washington Post» am Freitag einen hochrangigen US-Regierungsbeamten. Details wurden zunächst nicht bekannt.

Bildquelle:

  • Biden: dpa
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