Masken-Korruption im Bundestag: Nüßlein (CSU) schmeißt hin

ARCHIV - Georg Nüßlein (CSU) nimmt an einer Bundespressekonferenz teil. Foto: Kay Nietfeld/dpa/Archivbild
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BERLIN – Wegen der gegen ihn laufenden Korruptionsermittlungen im Zusammenhang mit Coronamasken-Geschäften zieht sich der CSU-Abgeordnete Georg Nüßlein aus der Bundespolitik zurück. Sein Anwalt kündigte am Freitag an, dass der 51-Jährige bei der Bundestagswahl im September nicht erneut kandidieren werde. Nüßlein legte auch das Amt als Vizevorsitzender der Unionsfraktion nieder, das er zunächst ruhen gelassen hatte.

Inzwischen wurde bekannt, dass noch mehr Abgeordnete in Maskengeschäfte verwickelt sind. CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak reagierte scharf, sprach von «Bereicherung» und forderte eine schnelle Aufklärung. Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) und CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt verurteilten die Maskengeschäfte scharf. CSU-Generalsekretär Markus Blume nannte Nüßleins Schritt eine «absolut notwendige und folgerichtige Entscheidung».

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