KÖLN – In Berlin und Köln haben mehrere Tausend Menschen friedlich gegen Abtreibung demonstriert. Besonders in Köln kam es dabei zu Angriffen auf die Teilnehmer. Gegendemonstranten blockierten am Nachmittag den «Marsch für das Leben» des Bundesverbands Lebensrecht (BVL), der nach einer Auftaktkundgebung auf dem Heumarkt durch die Innenstadt ziehen sollte, wie ein Polizeisprecher sagte.
Während der Blockade hat die Polizei auch Schlagstöcke gegen aggressive Linksextremisten einsetzen müssen. Beamte versuchten, die Blockadeteilnehmer zu trennen. Dabei seien sie geschlagen und getreten worden von Menschen, die sich hinter einem großen Transparent versteckt hätten.
Gegendemos mit rund 3000 Menschen angemeldet
Zu dem «Marsch» waren nach Polizeiangaben 1000 Teilnehmer angemeldet. Zeitgleich fanden mehrere Gegendemos mit deutlich weniger Teilnehmern statt. Die Polizei machte zunächst keine Angaben zu den Teilnehmerzahlen.
Der BVL, ein Zusammenschluss meist christlich geprägter Organisationen, setzt sich für den Schutz jedes Menschen «von der Zeugung bis zum natürlichen Tod» ein. Die Demonstration wird von der Deutschen Bischofskonferenz unterstützt.
Auch in Berlin fand ein «Marsch für das Leben» mit mehr als 3000 Teilnehmern statt. Während dieser in der Hauptstadt jährlich stattfindet, war es in Köln das erste Mal.
Bildquelle:
- Demo gegen Abtreibungen und assistierten Suizid: dpa