Lehrergewerkschaft GEW zweifelt an Impfungen von Kindern im Sommer

ARCHIV - Die Bildungsgewerkschaft zweifelt an einer schnellen Massenimpfung von Kindern. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa
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BERLIN – Die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) sieht Hoffnungen über mögliche Impfungen von Kindern im Sommer mit Skepsis.

GEW-Chefin Marlis Tepe sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, beim Tempo, das bisher allein für Schutzmaßnahmen an Schulen vorgelegt worden sei, falle es schwer, «sich vorzustellen, dass ab Juni Kinder und Jugendliche in so großem Stil geimpft sein könnten, um noch vor den Sommerferien größtenteils von Fern- und Wechselunterricht wieder auf Präsenzunterricht umzustellen».

Es sei der Wunsch, dass es möglich sei, Kindern und Jugendlichen bald ein Impfangebot zu machen, machte Tepe klar. In welchem Zeitraum dies alles jedoch klappe, sei «noch viel Kaffeesatzleserei». Zudem müssten die Voraussetzungen dafür geschaffen werden. «Aktuell hapert es noch gehörig am Gesundheitsschutz für Lehrende, Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern», sagte Tepe. So hätten bis heute die meisten Lehrkräfte noch keine Anti-Covid-Spritze erhalten, selbst jene nicht, die einer Risikogruppe angehörten.

Der Impfstoffhersteller Biontech hatte am Donnerstag angekündigt, «in den nächsten Tagen» bei der EU-Arzneimittelbehörde EMA eine Zulassung für sein Anti-Corona-Vakzins für 12- bis 15-Jährigen zu beantragen.

Bildquelle:

  • Impfung: dpa
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