Hass-Theaterstück “Fear”: Deutschlandradio unterliegt der Autorin Gabriele Kuby vor Gericht

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HAMBURG – Die katholische Buchautorin Gabriele Kuby (“Die globale sexuellke Revolution”) hat sich vor dem Oberlandesgericht Hamburg in einer Berufungsverhandlung gegen Deutschlandradio durchgesetzt. Sie erstritt 5.000 Euro wegen der “schwerwiegenden Verletzung ihrer Persönlichkeitsrechte”. Hintergrund: In dem Theaterstück “Fear” von Falk Richter, das von der Berliner Schaubühne produziert wurde, waren Kuby und andere als „Untote“ und „Zombies“ vorgeführt worden. Kuby wurde vorgeworfen, „Hasspredigten“ zu halten. Zum angeblichen Beleg dieses Vorwurfs wurden ihr manipulierte und sinnentstellte Zitate in den Mund gelegt.
In einer öffentlichen Rede zum Thema Genderismus und „Genderspeak“ in Augsburg hatte Kuby im Jahr 2014 geäußert: „…Missbrauch der Sprache und der Missbrauch von Begriffen. Wir wissen jetzt alle, dass wir nicht mehr nur sagen dürfen: Bürger, sondern dass wir sagen müssen: Bürger und Bürgerinnen, Zuhörer und Zuhörerinnen, Blindenhunde und Blindenhündinnen. Wir dürfen allerdings nicht sagen: „Faschisten und Faschistinnen“ – das kommt irgendwie nicht so gut.“ Richter hat daraufhin Kubys Rede und Stimme neu zusammengeschnitten und ihr das angebliche „Zitat“ in den Mund gelegt: „…was wir vor allem brauchen sind Faschisten und Faschistinnen.“

An anderer Stelle hatte Kuby vor der Gefahr eines Abgleitens der Gesellschaft in den Totalitarismus gewarnt. In sinnentstellender Weise hat Richter daraus ein angebliches Zitat Kubys fabriziert: „Es braucht einen totalitären Staat, der das in den Griff kriegt.“

Deutschlandradio hatte nicht nur die rufschädigenden gefälschten Zitate übernommen, sondern mit dem Kommentar: „Falk Richter setzt die stärkste Waffe gegen jene ein, die Ängste schüren und Hass predigen. Er zitiert sie“, sogar die angebliche Authentizität der Fälschungen ungeprüft betont. In einem ersten Verfahren gegen die Schaubühne und den Autor und Regisseur Falk Richter wurden bereits der Schaubühne und Richter vom Kammergericht Berlin mit Urteil vom 19. Juli 2018 verboten, die „schwerwiegenden Schmähungen, für die es keine Grundlage gibt“ zu wiederholen und die manipulierten Zitate zu verbreiten.

Am 17. Dezember 2019 hat sich das Oberlandesgericht Hamburg dieser Beurteilung im Verfahren gegen Deutschlandradio angeschlossen und aufgrund der Schwere der Persönlichkeitsrechtsverletzung die Forderung von Frau Kuby nach einer Geldentschädigung für gerechtfertigt erachtet.

Gabriele Kuby wurde in beiden Verfahren von der Kanzleides Rechtsanwalts Joachim Steinhöfel vertreten.

Dieser Text erschien gestern erstmals auf dem Portal kath.net. 

Bildquelle:

  • Gabriele_Kuby: gabriele kuby
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