Hans Georg Maaßen mit klarer Mehrheit nominiert: Eine deutliche Botschaft der CDU-Basis an das Adenauer-Haus

Hans Georg Maaßen ist mit klarer Mehrheit CDU-Bundestagskandidat im Wahlkreis 196.
Anzeige

von KLAUS KELLE

SUHL – Am Ende lief alles glatt. Die Delegierten von vier CDU-Kreisverbänden in Südthüringen haben am Abend mit klarer Mehrheit entschienden, mit wem sie als Wahlkreiskandidaten in den Bundestagswahlkreis ziehen wollen: Hans Georg Maaßen, früherer Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz und prominentester Kopf der konservativen Basisbewegung WerteUnion in der Union. Das Konrad-Adenauer-Haus in Berlin und auch der Landesvorstand um den blassen Vorsitzenden Christian Hirte hatten in den vergangenen Tagen alle Hebel in Bewegung gesetzt, um die Nominierung Maaßens zu verhindern. Selbst der frühere Ministerpräsident Bernhard Vogel hatte sich noch Stunden vorher öffentlich gegen Maaßen ausgesprochen.

Es half nichts, die Thüringer sind ein ganz eigenes Völkchen, die sich nicht gern von Oben vorschreiben lassen , was sie zu tun haben. Von Beginn an war klar, wen die Delegierten als ihren Kandidaten für den Bundestag wollen. Maaßen grenzte sich gegen Radikale rechts und links ab und versprach, sich für eine wieder wertkonservative Politik der CDU einsetzen zu wollen. Er erhielt dafür 37 von 43 Delegiertenstimmen, ein klarer Vertrauensbeweis für ihn persönlich, und eine deutliche Botschaft der Basis an die Mauschelrunden um Vorsitz und Kanzlerkandidaturen in der Bundespartei. Und diese Botschaft lautet: Es ist noch nicht vorbei.

Bildquelle:

  • Hans_Georg_MNaaßen,_nominiert: thegermanz
Anzeige

Über den Autor

Klaus Kelle
Klaus Kelle, Jahrgang 1959, gehört laut Focus-online zu den „meinungsstärksten Konservativen in Deutschland“. Der gelernte Journalist ist jedoch kein Freund von Schubladen, sieht sich in manchen Themen eher als in der Wolle gefärbten Liberalen, dem vor allem die Unantastbarkeit der freien Meinungsäußerung und ein Zurückdrängen des Staates aus dem Alltag der Deutschen am Herzen liegt. Kelle absolvierte seine Ausbildung zum Redakteur beim „Westfalen-Blatt“ in Bielefeld. Seine inzwischen 30-jährige Karriere führte ihn zu Stationen wie den Medienhäusern Gruner & Jahr, Holtzbrinck, Schibsted (Norwegen) und Axel Springer. Seit 2007 arbeitet er als Medienunternehmer und Publizist und schreibt Beiträge für vielgelesene Zeitungen und Internet-Blogs.