Gruppenvergewaltigungen: Wer hat da warum an der Polizeistatistik gedreht?

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von MIRIAM THÉRÈSE SOFIN

WIESBADEN – Seit 1953 gibt das Bundeskriminalamt (BKA) einmal jährlich die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) heraus. Die umfasst alle bei der Polizei angezeigten Straftaten und gibt darüber hinaus Auskunft über Tatumstände, Tatverdächtige, Opfer und Schäden. Und einmal im Jahr wird öffentlich berichtet was da drin steht.

In der PKS werden die angezeigten Delikte, sortiert nach Art (der Tat), Herkunft (des Tatverdächtigen), Region etc. in Exceltabellen aufgeführt. Diese Tabellen sind für jeden auf der  offiziellen Internetseite des BKA abrufbar. Bis einschließlich 2017 wurden die Delikte “Vergewaltigung überfallartig (durch Gruppen)” und “Vergewaltigung durch Gruppen” getrennt unter den Schlüsselzahlen 111200 und 111300 erfasst. Diese beiden PKS-Schlüssel gibt es seit dem Jahr 2018 nicht mehr. Seitdem findet man die Gruppendelikte sexueller Natur mit anderen Delikten vermischt u. A. im PKS-Schlüssel 111730 (“Vergewaltigung von widerstandsunfähigen Personen”). Doch warum ist das so?

Schaut man sich die letzten verfügbaren Zahlen der beiden abgeschafften PKS-Schlüssel genauer an, so liegt der Verdacht nahe, dass der Grund für deren Auflösung im starken Anstieg der nach
2015 erfassten Taten insgesamt sowie im hohen Anteil nicht-deutscher Tatverdächtiger zu finden ist.
Im Jahr 2016 beispielsweise stellten deutsche Staatsbürger mit rund 88 Prozent den größten
Bevölkerungsanteil in Deutschland und ausländische Staatsbürger mit nur rund zwölf Prozent den deutlich kleineren dar. Erwartbar wäre daher, dass die meisten Delikte im Jahr 2016 von
Deutschen begangen wurden, bzw. zu rund 88 %.

Bei vielen Delikten sind deutsche Tatverdächtige jedoch unterrepräsentiert. Sie begehen also vergleichsweise weit weniger Delikte, als es für ihren Bevölkerungsanteil erwartbar wäre, obgleich sie aufgrund ihrer Masse noch immer in absoluten Zahlen die meisten Tatverdächtigen stellen – mit nur einer Ausnahme: Den in der Gruppe begangenen Sexualverbrechen. Hier sind nicht-deutsche Tatverdächtige nämlich so stark überrepräsentiert, dass sie nicht nur relativ, also bemessen an ihrem Bevölkerungsanteil, sondern auch in absoluten Zahlen die klare Mehrheit stellen.

So waren 2016 nur 32,7 % der Tatverdächtigen bei überfallartigen Gruppenvergewaltigungen (PKS-Schlüssel 111200) Deutsche (Faktor 0,372) und ganze 66,7 % nicht-Deutsche (Faktor 5,59). Ähnlich sieht es bei Vergewaltigungen durch Gruppen aus (PKS-Schlüssel 111300), hier lag der Anteil der deutschen Tatverdächtigen bei 49 % (Faktor 0,557) und der Anteil der nicht-deutschen Tatverdächtigen bei 51 % (Faktor 4,25). Der Faktor ergibt sich hierbei aus dem Anteil der begangenen Delikte bemessen am Bevölkerungsanteil.

Seit der Auflösung der PKS-Schlüssel 111200 und 111300 ist nun natürlich für Außenstehende nicht mehr erkennbar, wie viele der begangenen Gruppenvergewaltigungen, ob nun
überfallartig, oder aber z. B. unter Zuhilfenahme von K.-o.-Tropfen, durch deutsche und wie viele durch nicht-deutsche Tatverdächtige begangen wurden. Es handelt sich hierbei also um eine klare Verschleierungstaktik. Ob die von der Bundesregierung veranlasst wurde, oder auf die Kappe der Leitungsebene des BKA geht, lässt sich nur mutmaßen.

Überfallartige sexuelle Angriffe auf Mädchen und Frauen durch Gruppen von Männern sind in islamisch geprägten Ländern keine Seltenheit. Es gibt dort sogar einen eigenen Begriff
dafür: “Taharrusch dschama’i”. Und spätestens seit der Silvesternacht 2015/16 in Köln und anderen deutschen Städten, während der es zu zahlreichen sexuellen Übergriffen durch Gruppen junger Männer – vornehmlich aus dem nordafrikanischen und arabischen Raum – auf Frauen kam, ist diese frauenverachtende
Praxis auch in Deutschland vollends angekommen.

Gruppenvergewaltigungen zählen mit zu den schlimmsten Delikten, die es überhaupt gibt. Dass diese, trotz ihrer gesellschaftlichen Relevanz, nach den beiden dunklen Jahren 2016 und 2017
nicht mehr einzeln dargestellt werden, hinterlässt einen ganz üblen Beigeschmack.

Der Migrationshintergrund von Tatverdächtigen wird in der PKS übrigens grundsätzlich nicht erfasst, was wiederum Raum für Spekulationen lässt. Zu meinem großen Bedauern schweigen sich die meisten feministischen Organisationen über die unübersehbare Gefahr für Mädchen und Frauen aus, welche der unkontrollierte Zuzug junger Männer, oftmals unbekannter Identität, aus der islamisch geprägten Welt mit sich bringt. Die Angst davor, in die rechte Ecke gestellt zu werden, scheint größer, als der Wille, Mädchen und Frauen – sowohl mit, als auch ohne Migrationshintergrund – vor sexuellen Übergriffen zu beschützen. Eher  werden Missstände, wie die Unterdrückung der Frau, die in weiten Teilen der islamischen Welt noch immer vorherrschend ist und das misogyne Weltbild vieler Zuwanderer unter den Teppich gekehrt.

Quellen:
PKS 2016 – (Tabelle 62)
https://www.bka.de/DE/AktuelleInformationen/StatistikenLagebilder/PolizeilicheKriminalstatisti
k/PKS2016/Standardtabellen/standardtabellenTatverdaechtige.html
PKS 2017 – (Tabelle 62)
https://www.bka.de/DE/AktuelleInformationen/StatistikenLagebilder/PolizeilicheKriminalstatisti
k/PKS2017/Standardtabellen/standardtabellenTatverdaechtige.html
PKS 2018 – (Tabelle 62)
https://www.bka.de/DE/AktuelleInformationen/StatistikenLagebilder/PolizeilicheKriminalstatisti
k/PKS2018/Standardtabellen/standardtabellenTatverdaechtige.html

Bildquelle:

  • Frauen_Demo_Silvesternacht-Köln: dpa
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