Flüchtlingslager auf Lesbos brennt: Demos in Deutschland für die Aufnahme von 12.000 Migranten – NRW sagt 1.000 zu

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LESBOS/GR – Nach dem Ausbruch mehrere Brände steht das Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos fast vollständig in Flammen. Schon in der vergangenen Nacht wurde das Lager, in dem es angeblich 35 Corona-infizierte Personen gab, komplett evakuiert.

Noch nicht geklärt ist, was die konkrete Ursache der gewalttätigen Auseinandersetzungen nach der Räumung war. So sollen Flüchtlinge im Lager nach Ausbruch der Feuer die anrückende Feuerwehr mit Steinen beworfen und sie am Löschen gewaltsm gehindert haben. Sondereinheiten der griechischen Polizei sind inzwischen eingesetzt um die Lage unter Kontrolle zu bringen.

Nach Behördenangaben ist ein Großteil der 12.000 in Moria untergebrachten Migranten in die umliegenden Wälder geflüchtet und versteck sich jetzt dort. Andere sind unterwegs in Richtung der Inselhauptstadt Mytilini. Presseberichten zufolge haben sich vereinzelt Einwohner dem wütenden Mob entgegengestellt.

In Berlin, Hamburg und Frankfurt/M. haben sich am Abend insgesamt etwa 4.000 Bürger an Demonstrationen beteiligt. Sie forderten die Aufnahme der Flüchtlinge von Moria in Deutschland.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) forderte, eine rasche gemeinsame Lösung der Europäischen Union (EU), die Flüchtlinge von Lesbos in Europa aufzunehmen und  zu verteilen. Er kündigte an, sollte es zu einer gemeinsamen Lösung der EU-Staaten kommen, werde NRW 1.000 Flüchtlinge aufnehmen.

 

Bildquelle:

  • Moria_Lesbos_2: privat
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