Festliche Weihe von 36 Priestern in der Lateranbasilika von Rom

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von KLAUS KELLE

Rom – Die Legionäre Christi sind die weltweit am stärksten wachsende katholische Ordensgemeinschaft. Dort wo andere Orden mir großer Tradition heute stark überaltert sind, findet man hier engagierte, charismatische junge Männer, die das Gefühl vermitteln, für ihr Glauben zu “brennen”. In der Lateranbasilika von Rom wurden gestern 36 Novizen aus aller Welt zu Priestern geweiht. Neben jungen Männern aus Brasilien, Frankreich, Großbritannien, Venezuela, Argentinien, Chile, Mexiko, Polen und den USA auch zwei aus Deutschland.

Die Messe zelebrierte Kardinal Pietro Parolin, Staatssekretär des Papstes. An die mehrere hundert Legionäre gewandt mahnte er: “Die ganze Kongregation möge weiterhin mit Großzügigkeit und Mut den Weg der Erneuerung und der Authentizität gemäß dem Evangelium beschreiten, indem sie dem – dank der Begleitung durch den Heiligen Stuhl – vorgegebenen Weg folge, zur größeren Ehre Gottes, zum Dienst an der Kirche und zur Erlösung der Welt.” Damit streifte er ein trauriges Kapitel, denn schon in den 60er Jahren hatte es Gerüchte gegeben, dass es der Ordensgründer Maciel mit dem Zölibat nicht so ernst nahm. Nach seinem Tod am 30. Januar 2008 wurde dann bekannt, dass Pater Marcial Maciel Kinder in Spanien, Mexiko und der Schweiz gezeugt hatte. Ein schwerer Schlag für die Glaubwürdigkeit der Gemeinschaft und ihre angegliederte Laienorganisation Regnum Christi. Zahlreiche Patres und Laien verließen die Legionäre Christi in der Folge. Der Papst ordnete eine Durchleuchtung aller Bereiche des Ordens an und beauftragte fünf Bischöfe, die Untersuchungen zu führen. Eine schwere Zeit, in der keineswegs sicher war, ob es die Legionäre Christi in Zukunft noch geben werde. Dies Zweifel sind ausgeräumt. Der Prozess der Erneuerung und eine vorher nicht gekannte Transparenz haben Einzug gehalten, und – wie man das in katholischen Kreisen sagt – “Früchte getragen”.

Die Priesterweihe gestern war ungetrübt von der Vergangenheit. Zwölf bis 14 Jahre Ausbildungszeit in verschiedenen Teilen der Welt dauert es, bis ein Mann zum Priester geweiht werden kann. Die Legionäre Christi legen die üblichen Gelübte Armut, Keuschheit und Gehorsam (gegenüber Rom) ab. Und Kardinal Parolin rief den neuen Ordensleuten zu: “Zieht nichts der Liebe Christi vor!”

Zu den deutschen Neupriestern:

Am Neujahrstag, den 1. Januar 2017, feiert P. Nikolaus Klemeyer LC in der Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt, in Alzgern, seine Heimatprimiz. Um 10 Uhr beginnt die feierliche hl. Messe, zu der wir Sie herzlich einladen. P. Nikolaus wird auch den Einzelsegen spenden. Im Anschluss daran findet ein Stehempfang im Noviziat statt.

Am 8. Januar 2017, 10 Uhr, wird P. Leonhard Maier LC in der Kapelle der Apostolischen Schule in Bad Münstereifel eine Dankmesse mit Primizsegen feiern. Anschließend Sie sie alle herzlich willkommen zum Tag der offenen Tür in der Apostolischen Schule.

 

Bildquelle:

  • Legionäre_Christi_Priesterweihe_Rohm_10.12.2016: lc
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Über den Autor

Klaus Kelle
Klaus Kelle, Jahrgang 1959, gehört laut Focus-online zu den „meinungsstärksten Konservativen in Deutschland“. Der gelernte Journalist ist jedoch kein Freund von Schubladen, sieht sich in manchen Themen eher als in der Wolle gefärbten Liberalen, dem vor allem die Unantastbarkeit der freien Meinungsäußerung und ein Zurückdrängen des Staates aus dem Alltag der Deutschen am Herzen liegt. Kelle absolvierte seine Ausbildung zum Redakteur beim „Westfalen-Blatt“ in Bielefeld. Seine inzwischen 30-jährige Karriere führte ihn zu Stationen wie den Medienhäusern Gruner & Jahr, Holtzbrinck, Schibsted (Norwegen) und Axel Springer. Seit 2007 arbeitet er als Medienunternehmer und Publizist und schreibt Beiträge für vielgelesene Zeitungen und Internet-Blogs.