Es geht nicht darum, ob wir Krieg WOLLEN – wir müssen darauf vorbereitet sein

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser!

Haben die westlichen Sanktionen gegen Russland eine Wirkung auf den Kriegsverbrecher in Moskau? Oder sind Länder wie Deutschland selbst die eigentlich Leidtragenden dieser Maßnahmen?

Der Frage muss man offen stellen, wenn man sieht, wie zum Beispiel Öllieferungen aus Russland „über Bande“ mit sattem Aufpreis an Deutschland und andere europäische Länder verkauft werden. Das Manager Magazin hat vor einigen Monaten die Art, wie da auf offener See „umgeladen“ und mit falschen Papieren ausgestattet und weitertransportiert wird, erschreckend deutlich beschrieben.

Klar, Russlands Haushalt sieht nicht gut aus, aber das sehen unsere Haushalte auch nicht. Immerhin haben wir eine stabile Währung, während der Rubel nutzloses Altpapier ist.

Aber was macht man denn, wenn ein größenwahnsinniger Staatschef, der ein paar Tausend Atomraketen im Keller einsatzbereit hält, einen Angriffskrieg gegen ein Nachbarland beginnt?

Wegschauen und weiter Erdgas vom Massenmörder kaufen?

Das kann nicht Ihr Ernst sein. Generalmobilmachung und Bundeswehr und NATO rein in die Ukraine und die Russen vertreiben. Wäre möglich, aber niemand will das, denn die Folgen und die Opfer dazu wären unabsehbar, ebenso die langfristigen Konsequenzen für uns. Selbst wenn alle Welt sieht, dass die russische Armee ganz offenkundig völlig überschätzt wurde, stehen dem Kreml-Zaren Kampfflugzeuge, Geschütze und Raketen weiter ausreichend zur Verfügung.

Wer will einen Weltkrieg führen? Für die Ukraine? Wir Deutschen nicht, die anderen europäischen Staaten sicher auch nicht. Nur: Wollen wir denn in den Krieg ziehen fürs Baltikum? Auch da gibt es Umfragen, die weniger als 50 Prozent Unterstützung im Fall einer russischen Invasion belegen.

Und genau da ist das Problem

Im konkreten Fall Russland, dessen aktuelle Führung ist gern als „Straßenschläger“ bezeichne, ist unser Militär der entscheidende Faktor. Die Fähigkeit und auch der Wille, im Falle eines Angriffs jederzeit ohne zu zucken hart und konsequent zurückzuschlagen bzw. zu reagieren.

Aber Herr Kelle, wollen Sie Ihre Kinder in den Krieg gegen Russland schicken, werde ich dann gefragt. Was für eine blöde Frage: Natürlich will ich das nicht. Ich will überhaupt nicht, dass Kriege geführt werden, ich will eine zivile Weltordnung, die auf gegenseitigem Respekt und verbindlichen Regeln für alle basiert. Aber was machen wir denn, wenn sich einzelne Psychopathen nicht daran halten? Schauen Sie sich doch an, was das für Länder sind, die Russland mit Waffen versorgen!
Putin und Kim im Panzerzug und demnächst Gegenbesuch im Hungerland. Vielleicht führt Kim den Gast aus der Russischen Föderation mal in seinen KZs herum…

Mit wütenden Grüßen,

Ihr Klaus Kelle

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Über den Autor

Klaus Kelle
Klaus Kelle, Jahrgang 1959, gehört laut Focus-online zu den „meinungsstärksten Konservativen in Deutschland“. Der gelernte Journalist ist jedoch kein Freund von Schubladen, sieht sich in manchen Themen eher als in der Wolle gefärbten Liberalen, dem vor allem die Unantastbarkeit der freien Meinungsäußerung und ein Zurückdrängen des Staates aus dem Alltag der Deutschen am Herzen liegt. Kelle absolvierte seine Ausbildung zum Redakteur beim „Westfalen-Blatt“ in Bielefeld. Seine inzwischen 30-jährige Karriere führte ihn zu Stationen wie den Medienhäusern Gruner & Jahr, Holtzbrinck, Schibsted (Norwegen) und Axel Springer. Seit 2007 arbeitet er als Medienunternehmer und Publizist und schreibt Beiträge für vielgelesene Zeitungen und Internet-Blogs.