Dicker Zoff bei der Linken: Wagenknecht düpiert Riexinger

Weiter an der Spitze: die Fraktionsvorsitzende der Partei Die Linke, Sahra Wagenknecht. Foto: Britta Pedersen
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Es sind die Abgeordneten Petra Pau, Sevim Dağdelen, Jan Korte und Caren Lay. Nun sollen zum Abschluss der Fraktionsklausur in Potsdam noch sechs Leiter von Fraktionsarbeitskreisen sowie eine Beauftragte für soziale Bewegungen bestimmt werden. Diese Funktion soll die Abgeordnete Sabine Leidig ausfüllen.

Am Dienstag hatten die Abgeordneten nach hitzigen internen Debatten Wagenknecht und Bartsch erneut an die Fraktionsspitze gewählt. Wagenknecht hatte zuvor mit Rückzug gedroht für den Fall, dass sich Riexinger und Kipping mit einer angeblichen Entmachtung von ihr und Bartsch durchsetzen. Ein Antrag von Abgeordneten, der den Parteichefs ein Stimmrecht im Fraktionsvorstand geben sollte, wurde zurückgezogen. Allerdings sollen Kipping und Riexinger ein erweitertes Rederecht im Bundestag erhalten.

Spät am Abend machte ein Detail die Spannungen zwischen Wagenknecht und Riexinger deutlich. Wagenknecht ging davon aus, dass sie und Bartsch das Ergebnis alleine vor der Presse kommentieren würden, doch dann kamen auch Riexinger und Kipping zu dem Statement. Riexinger begann: «Ich darf sie ganz herzlich begrüßen.» Daraufhin schnitt Wagenknecht ihm das Wort vor laufenden Fernsehkameras ab: «Bernd, das ist die Pressekonferenz der Fraktion.»

Die Fraktion will heute auch noch über ihre inhaltliche Positionierung beraten. Die Linke steht vor der Aufgabe, ihre Rolle bei einer Jamaika-Koalition als kleinste Oppositionskraft hinter SPD und AfD zu finden. Bartsch bekräftigte: «Wir werden die soziale Opposition im deutschen Bundestag sein.»

Bildquelle:

  • Sahra Wagenknecht: dpa
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