Die Union – Hühnerhaufen oder geordnete Kampfformation?! Ein Plädoyer…

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Debattenbeitrag von ALEXANDER KOMIANOS
Vorsitzender des IFCSP*

MÜNCHEN – Als politisch denkender Mensch, zumal mit einer starken christlich-sozialen und konservativen Prägung, hat man es derzeit nicht leicht. Sich zu bekennen und mit Enthusiasmus und Freude den anstehenden Wahlkampf zu bestreiten, wird zur Herausforderung. Ich weiß um die Gemütslage in der Union. Auch ich und viele meiner Mitstreiter waren und sind enttäuscht, ob des Prozesses und einige, ob des Ergebnisses zur Wahl des Kanzlerkandidaten der Union.

Im Vergleich zur Union erscheint ein aufgescheuchter Hühnerhaufen derzeit eher einer geordneten Kampfformation. Doch gerade jetzt ist nicht die Zeit für Enttäuschungen. Und schon gar nicht, für weitere innerparteiliche Auseinandersetzungen. „Hört auf zu jammern!“

Die Zeit ist reif und überfällig für einen Aufbruch nach 16 Jahren Angela Merkel und ihrer Amtsführung, die sich zuletzt, begleitet von einer unglücklichen Coronapolitik, wie Mehltau über unser Land und die Partei gelegt hat. Dennoch, es geht um unserLand. Um unsere Heimat, die Menschen wie Robert Habeck und möglicherweise auch viele seiner Parteifreunde „zum Kotzen“ finden.
Es geht darum, Millionen von Menschen vor den gravierenden Folgen der angekündigten Politik einer grün geführten Regierung zu schützen, selbst wenn viele Bürger im Pulverrauch der Auseinandersetzung der Union, das drohende Unheil noch nicht erkennen mögen. Der Rauch wird sich legen. Und dann ist es die Aufgabe bürgerlicher, sozialer und konservativer Politik, die Reihen zu schließen, um die Menschen darauf hinzuweisen, was grüne Politik gerade für die unteren und mittleren Einkommensgruppen bedeuten wird.

Nämlich massive Steuererhöhungen, eine weitere Verknappung von Wohnraum und damit weitere Steigerungen der Mietkosten. Zudem stark erhöhte Energiekosten, die bereits heute durch die Energiepolitik einer grünen Nomenklatura für viele Menschen und die Wirtschaft unbezahlbar geworden sind.

Grüne Politik können sich nur reiche Menschen leisten. Mit einer Eigentumsquote von unter 50 Prozent und einem durchschnittlichen Nettovermögen von knapp über 60.000 Euro stehen wir am Listenende im europäischen Vergleich. Mit der Umsetzung des grünen Wahlprogramms würde sich dieser Umstand weiter massiv verschärfen.

Ähnlich verhält es sich in Fragen der Migrationspolitik. Die Union hat aus den Fehlern der Flüchtlingskrise gelernt. So hätten wir ohne die Zuwanderung 2015/2016 in die Sozialsysteme, rund eine Million Hartz-IV-Empfänger weniger. Es war Friedrich Merz, der als einer der ersten darauf hingewiesen hat, diese Effekte in die deutsche Wohlstandsdebatte miteinzubeziehen. Das grüne Wahlprogramm sieht vor, sich weiter für Abschiebestopps in bestimmte Regionen einzusetzen. Ohnehin scheint die Freude über ungeregelte Zuwanderung eine grüne genetische Disposition zu sein.

Hinzu kommen die Absicht des Verbotes von Verbrennungsmotoren, ein Tempolimit, der Zwang zum Bau von Solarzellen auf Neubauten und vieles mehr. Baerbock und Habeck wollen ein anderes Deutschland.

Lassen wir nicht zu, dass eine möglicherweise sympathische junge Frau, ohne irgendeine Regierungserfahrung, die Kobald mit Kobolden verwechselt, auf Basis eines unsozialen Verbots- und Steuererhöhungsprogrammes der grünen Partei ins Kanzleramt der Bundesrepublik Deutschland einzieht. Orchestriert von willfährigen Medien, die im Zuge einer entstandenen Gender- und Gesinnungsdiktatur ihr Gutmenschentum wie eine Monstranz vor sich hertragen, sind wir in die Defensive geraten und viel zu lange passiv geblieben.

Ich bin absolut sicher. Es gibt eine bürgerliche Mehrheit und eine Sehnsucht bei unseren Bürgern, nach einer Union, die wieder für Rechtsstaatlichkeit, Freiheit und Nachhaltigkeit auf der Grundlage unserer sozialen und christlichen Werte steht. Diese Union ist es, die wir neben programmatischen Alternativen, den Menschen wieder zeigen müssen. Denn sie ist alternativlos erforderlich.

Dafür lohnt es sich jetzt die Reihen zu schließen und gemeinsam mit Armin Laschet als Kanzlerkandidaten, mit Markus Söder und Friedrich Merz für ein besseres und gerechteres Deutschland der Zukunft einzustehen.

Ich stelle mir vor, Armin Laschet verkündet kommende Woche, dass, wenn er Kanzler wird, Friedrich Merz den Posten des Wirtschaftsministers besetzt. In Anbetracht der wirtschaftspolitisch schwierigen Zeit, die auf uns und Europa, verschärft durch die Corona-Krise zukommen wird, ein unabdingbarer Schritt.

Ich stelle mir vor, dass der „linke“ wie der „rechte“ Flügel der Union, die Gräben die beiderseits aufgerissen wurden, zuschütten würden, damit beide zu Wort kommen. Ich stelle mir vor, dass Menschen wie Hans-Georg Maaßen in der Partei ebenso zu Wort kommen, wie mein Freund Prof. Dr. Matthias Zimmer als stellvertretender Bundesvorsitzender der CDA.

Ich stelle mir vor, dass wir alle gemeinsam, gleichgesinnte christliche Demokraten innerhalb und außerhalb der Union, ab morgen beginnen, die Zeit nach Corona und Angela Merkel zu planen.
Ohne grüne, unbezahlbare Phantasien, welche von jenen sogenannten Mainstream-Journalisten und Medien gehypt werden, die vorgeben, für die Mehrheit der Menschen im Land zu sprechen. Gleichzeitig aber mit Millionenbeträgen aus Rundfunkgebühren und Steuergeldern gespeist werden.

Ich stelle mir vor, dass ich mir all das nicht länger vorstellen muss. Sondern, dass es ab morgen Realität ist. Eine geeinte Union und ihre Freunde als geordnete Kampfformation. Und, dass es die grün-rot-roten-Parteigänger sind, die wie ein aufgescheuchte Hühnerhaufen wirken.

*IFCSP: Internationaler Freundeskreis Christlich-Sozialer Politik

Bildquelle:

  • Reichstag_Berlin: pixabay
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