MÜNCHEN – Die Lebensschutzbewegung in Deutschland wächst unübersehbar. In München demonstierten am Wochenende 4000 Menschen gegen Abtreibung und brachten feministische Gruppen und Linksextremisten in Wallung. Dort befürchtet man, dass München neben Berlin, wo der „Marsch für das Leben“ jedes Jahr bis zu 8000 Protestler mobilisiert, zu einem neuen Zentrum der deutschen Pro-Life-Bewegung wird. Eine Gegendemo am Samstag brachte nur knapp 100 Aktivisten auf die Straße.
Aufgerufen zu der Demonstration hatten verschiedene Lebensschutz-Organisationen wie die Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA), Jugend für das Leben, Pro Life Europe und das Kampagnenportl CitizenGO.
„Mutter werden – mehr Frau sein geht nicht“, stand auf Transparenten, der Protest war friedlich und bunt. Der angesichts der doppelten Teilnehmerzahl im Vergleich zum Vorjahr erkennbar erstaunte Bayerische Rundfunk (BR) interviewte eine junge Frau, die sagte: „Wir sind die stimme der Stillen, weil ungeborene Babys nicht reden können.“ Man gehe auf die Straße, um Familien, Mütter und Väter, zu stärken, sich für Kinder zu entscheiden. Und dafür, dass sie Unterstützung bekommen, wenn sie einmal in Schwierigkeiten seien.
Eduard Pröls von CitizenGo sagte gegenüber TheGermanZ: „Angesichts der aktuellen Pläne der Ampel-Regierung zur Abschaffung des § 218 StGB, der Einrichtungn von Bannmeilen um Beratungseinrichtungen und Abbtreibungskliniken und dem Ausschluss der Lebenschutz-Organisationen vom Evangelischen Kirchentag setzen die Protestierer von München ein deutliches Zeichen.“
Bildquelle:
- Marsch_fuer_das_Leben_München_2023_2: eduard pröls