Liebe Leserinnen und Leser,
wir berichten oft über die Bedrohungen, denen sich unsere Gesellschaft zunehmend ausgesetzt sieht. Aus meiner Sicht ist da an erster Stelle der aggressive Islamismus, gepaart mit der weiter unkontrollierten Massenmigration, zu nennen, gefolgt vom hegemonialen Streben Chinas. Doch das sind nur die großen Brocken.
Diese Gesellschaft hat aber weitere Probleme, etwa die Radikalisierung von (noch) kleinen Teilen der Gesellschaft. Man kann die „Klima-Kinder“ als bemitleidenswerte Naivlinge belächeln, aber kann solch sektenartige Radikalität nicht irgendwann umschlagen in große Gewalt?
Ich verweise immer auf die 68er „Studentenproteste“, die dann am Ende für einen Teil der so sozialisierten „Aktivisten“ in den Terrorismus führten.
Oder nehmen Sie schwer bewaffnete „Reichsbürger“, die sich selbst gefertigte „Reisepässe“ ausdrucken und meinen, damit hätten sie mit unserem Staat nichts mehr zu tun. „Vollhonks“, denken dann viele und gehen zur Tagesordnung über. Aber es gibt eben auch die, die zur Aktion schreiten wollen, Politiker entführen, einen Aufstand initiieren und die rechtsstaatliche Ordnung zerstören.
Selbst da lächeln wir erstmal, wenn da eine Rentner-Combo in dunklen Hinterzimmern Anschlagspläne ausklügelt beim Wein, einen König einsetzen wollen und zu späterer Stunde Patiencen legen und den Geist Paul Hindenburgs beschwören. Da möchte man nicht das SEK rufen, sondern einen Psychotherapeuten. Aber diese Leute gibt es, und sie arbeiten ernsthaft an der Zerstörung unserer Gesellschaftsordnung. Und das ist nicht gut.
Bundeskanzler Olaf Scholz wird nachher mit vier Ministern vor die Bundespressekonferenz treten. Das ist ungewöhnlich. Sie wollen dort ein 40-seitiges Strategiepapier für Deutschlands Nationale Sicherheit vorstellen.
Ich frage mich unwillkürlich, warum es diese Strategie nicht schon seit Jahrzehnten gibt
Aber gut, lieber später als nie. Die Bedrohung der Äußeren Sicherheit ist Thema gleich, dann die vielfältigen Bedrohungen der Inneren Sicherheit durch Links- und Rechtsradikale. Und dann natürlich Cyberangriffe und Anschläge auf Deutschlands kritische Infrastruktur. Das sind alles ernste Themen, gut, dass sich unsere Regierung endlich darum kümmert. Doch dann erwähnen sie allen Ernstes in diesem Papier den „Klimawandel“. Den KLIMAWANDEL in einem Strategiepapier zur Nationalen Sicherheitsstrategie…
Ich bin ein bisschen enttäuscht, dass nichts über „Transmenschen“ drin steht und die schlimmen Sorgen nicht binärer Personen. Das gehört neben Krieg und Frieden unbedingt auch noch mit rein, oder?
Manchmal denke ich, die verarschen uns da in Berlin. Die halten das alles für eine große Kirmes, wo sie die zweifelsfrei bestehenden gravierenden Sicherheitsprobleme einer Gesellschaft banalisieren, um ihre Stammklientel bei Laune zu halten.
Mit herzlichen Grüßen,
Ihr Klaus Kelle