Bundeswehr verbietet Soldaten Impfungen mit AstraZeneca-Präparat

Marschierende Soldaten in der Grundausbildung. Foto: Stefan Sauer/Symbolbild
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von MARTIN D. WIND

BERLIN – Bundesweit und flächendeckend versucht die Bundesregierung, versuchen die Landesregierungen, die Menschen dazu zu bewegen, sich gegen das China-Virus (SARS-CoV2) bzw. dessen Krankheitserscheinung COVID-19, impfen zu lassen. Bundesweit? Nein! Eine Bundesinstitution verbietet ihren „Mitarbeitern“ sogar, sich impfen zu lassen, oder besser: sich mit einem ganz bestimmten Stoff impfen zu lassen. Es handelt sich dabei um die Bundeswehr. Genau die Bundeswehr, die ihre Soldaten zwei Wochen in Quarantäne steckt, bevor sie zum Kriegseinsatz ins Ausland expediert werden.

Man stelle sich einmal vor, der Taliban, den man eben noch hätte erschießen sollen, erkrankt nach einer Gefangennahme plötzlich an Corona! Aber weg vom Sarkasmus.

Selbstverständlich sind Schutzmaßnahmen gegen die Akuterkrankung an einer Infektion mit dem China-Virus für die Einsatzfähigkeit der Soldaten unerlässlich. Jeder kann sich vorstellen, dass eine fiebrige und körperlich geschwächte Truppe nicht einsatzfähig im Sinne soldatischer Aufgabenfelder ist. Nun muss der Ehrlichkeit halber aber auch festgehalten werden, dass die Bundeswehr ihren Soldaten lediglich „empfiehlt“, sich nicht mit dem Mittel „Vaxzevria“ von AstraZeneca spritzen zu lassen. So hat mir gegenüber das zumindest ein Sprecher des Bundesministeriums der Verteidigung am Telefon erklärt.

Das hat dann im weiteren Verlauf des Gesprächs zu reichlich Heiterkeit geführt, da immer deutlicher wurde: Wer sich mit dem Zeug impfen lässt, wird im Falle von Folgeerkrankungen, Spätschäden und/oder Dienstunfähigkeit wahrscheinlich keinerlei Ansprüche auf Versorgung – weder für sich noch für seine Familie – geltend machen können. Das bedeutet also, dass das BMVg „empfiehlt“, sich nicht mit dem Stoff impfen zu lassen, weil man vorher einen Schrieb unterzeichnen muss, dass man diese „medizinische Körperverletzung“ ausschließlich „auf eigene Verantwortung“ und ohne jeglichen „Anspruch gegen Dritte“ an sich vornehmen lässt. Sollte etwas schief gehen, hat man eben Pech gehabt.

Das hört sich schon nach Menschenversuch an.

Wiederum der Ehrlichkeit halber muss auch festgehalten werden, dass dieses vorsichtige Agieren nicht auf dem Mist des BMVg gewachsen ist. Man folge, so der Sprecher, mit dieser Empfehlung lediglich den Vorgaben der sogenannten „Ständigen Impfkommission“, die eine Impfung für Menschen unter 60 Jahren nur für jene vorschlägt, die im Vorfeld der Mittelgabe jegliche Haftung der Hersteller, des Bundes, des Landes und der verabreichenden Person durch eigenhändige Unterschrift zugesichert hat. Man kann gut und gerne auch „russisch Roulette“ spielen und hat wahrscheinlich eine genauso hohen Unterhaltungs- wie Horrorwert, wie bei dieser Impfung. Das Ganze nennt sich dann „freiwillig“.

Der Begriff „freiwillig“ ist übrigens zuerst in den Schreiben des „Bundesministeriums für Gesundheit“ unter der Leitung des Bundesministers für Gesundheit, Jens Spahn (CDU), zu finden. Immerhin hat man sich in dessen Haus dazu durchgerungen, einen ins Gerede gekommenen Impfstoff weiterhin zu verwenden – es liegt der Verdacht nahe, dass man aus statistischen Gründen, die endlich mal erhaltenen Impfdosen nicht auf den Müll werfen will.

Was nun die Motivation hinter diesem Hasadeurstück ist, bleibt jedem Betrachter selbstverständlich selbst überlassen: Die einen meinen, es sei erkennbar, dass „die Alten“ nicht so sehr von den Folgen der Vaxzevria-Gabe betroffen seien, andere behaupten, diese Folgen ließen sich bei „den Alten“ besser vertuschen. Wiederum andere sind so zynisch zu behaupten, dass der Schaden, den diese Vaxzevria-Gabe anrichten könne, in der Alterskohorte Ü60 gesamtgesellschaftlich und wirtschaftlich für den Staatshaushalt besser verkraftbar sei.

Im BMVg hat man zumindest die Notbremse gezogen und folgt den „Empfehlungen“ zu diesem Mittel. Selbst Soldaten, die bereits mit Vaxzevria geimpft wurden, müssen sich bei der Zweitimpfung nicht mehr mit diesem Stoff aus dem Hause AstraZeneca malträtieren lassen. Sie bekommen nun – so der Sprecher des BMVg – einen „mRNA-Alternativimpfstoff“ angeboten – selbstverständlich auf freiwilliger Basis – mit dem sie die notwendige Zweitimpfung für eine wahrscheinliche Immunität bzw. weniger aggressiven Krankheitsverlauf erhalten sollen.

Mit dieser Gabe von „Moderna“, so zeigte sich der Sprecher am Telefon zuversichtlich, werde man hoffentlich die befürchtete Haftung wegen möglicher Komplikationen oder wegen möglicher schwerer Nebenwirkungen des Vaxzevria-Mittels vermeiden können.

Bildquelle:

  • Soldaten: dpa
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