Weiter Bangen um Papst Franziskus

Der Petersdom in Rom

Nach zwei Wochen in der Gemelli-Klinik, einer schweren Lungenentzündung und einem Atemnot-Anfall am Freitag, bleiben die behandelnden Ärzte weiter sehr zurückhaltend, was die gesundheitliche Entwicklung bei Papst Franziskus betrifft. Medien in Rom berichten, dass hinter den verschlossenen Türen des Vatikans darüber gesprichen werde, ob es nicht für den Heiligen Vater und die Kirche das Beste wäre, wenn er – wie sein Vorgänger Benedikt XVI – zurücktreten und den Weg für einen neuen Papst freimachen sollte.

Tatsächlich habe es darüber bereits eine lautstarke Auseinandersetzung zwischen mehreren Kardinälen gegeben.

Für den Pontifax stehen demnächst anstrnengende Verpflichtungen an. So beginnt in einem Monat die Osterwoche, als deren Höhepunkt das Oberhaupt der Katholischen Kirche (1,4 Mrd. Gläubige) traditionell den Segen „Urbi et Orbi“ („Der Stadt und dem Erdkreis“) vor der Weltöffentlichkeit spendet. Außerdem wurde für 2025 ein „heiliges Jahr“ ausgerufen, zu dem mehrere Millionen Pilgern in Rom erwartet werden.

Auch nach mehr als zwei Wochen im Gemelli-Krankenhaus zeichnet sich für den Argentinier keine spürbare Besserung ab. Im täglich erscheinenden ärztlichen Bulletin der Klinik, das abends verbreitet wird, hieß es zuletzt immer wieder: „Die Prognose bleibt verhalten.“ Der Fall sei „komplex“. Eine Lungenentzündung mit verschiedenen Erregern in so hohem Alter sei sehr kritisch.

Der Vatikan bemüht sich indes, Gerüchte über einen Rücktritt von Franziskus medial einzufangen. Der einflussreiche italienische Kardinal Angelo Bagnasco äußerte sich am Wochenende, es gebe keinen Grund, darüber zu reden. „Die Kirche ist kein Unternehmen.“

Am Freitag habe Franziskus einen sogenannten Bronchospasmus erlitten, bei dem sich die Muskeln in den Atemwegen verkrampften und er schwere Atemnot hatte. Daraufhin bekam er eine Maske auf Mund und Nase, um ihm mechanisch Sauerstoff zugzuleiten.

Bildquelle:

  • Sonnenuntergang hinter dem Vatikan: depositphotos

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