Angriffe gegen Polizei, Feuerwehr, Sanitäter, Soldaten – und weiter jetzt?

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

das Brandenburger Innenministerium hat auf eine Anfrage der AfD-Fraktion Erschreckendes zu Tage gefördert. Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Angriffe auf Polizisten, Feuerwehrleute und Sanitäter erneut deutlich angestiegen. Danach gab es allein 1275 Angriffe gegen Polizeibeamte – ein Anstieg um 52 Prozent.

Und: Zunehmend werden auch Zollbeamte, Bundeswehrsoldaten und Mitarbeiter des Technischen Hilfswerkes angegriffen.

Das Thema ist nicht neu, Sie kennen es alle. Und wenn dann ein Großereignis wie Silvester ist, dann ploppt das Problem in Städten wie Berlin, Köln, Hamburg und Düsseldorf für jeden sichtbar auf.

Leider werden dann immer nur Zahlen veröffentlicht

Wie viele Angriffe gab es mehr als im Vorjahr, wie viele Opfer wurden wie schwer verletzt?

Interessant wäre mal, zu erfahren, was die Gründe dieser Vollidioten sind, die ihre eigenen Helfer gewaltsam und natürlich verbal attackieren. Mancher wird betrunken gewesen sein, aber ist das eine akzeptable Entschuldigung? Natürlich nicht. Aber stellen Sie sich den konkreten Fall einmal vor. Da gibt es eine Schlägerei oder sogar Messerstecherei vor einer Kneipe oder auf einem Bahnsteig. 110 und 112 werden gewählt, mit Blaulicht rasen Notärzte und Polizei zum Ort des Geschehens. Vielleicht müssen Leben gerettet werden. Und dann werden die Helfer beschimpft, beleidigt, angespuckt oder sogar geschlagen. Was sind das für Leute? Was läuft bei denen im Kopf schief? Warum ticken die nicht richtig?

Es gibt immer wieder die gleichen Diskussionen. Man müsste dies oder das, die Elternhäuser, Schulen und Kirchen vermitteln keine Werte mehr wie Anstand, Respekt, Hilfsbereitschaft. Das ist alles richtig.

Aber wie weiter?

Das Problem ist erkannt. Es ist nicht nur da, es wird immer schlimmer. Aber was tun wir jetzt, was tun Politik und Gesellschaft, um dem entgegenzuwirken? Ich sage es Ihnen: Sie tun nichts. Mal wieder.

Passen Sie auf sich auf!

Ihr Klaus Kelle

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Über den Autor

Klaus Kelle
Klaus Kelle, Jahrgang 1959, gehört laut Focus-online zu den „meinungsstärksten Konservativen in Deutschland“. Der gelernte Journalist ist jedoch kein Freund von Schubladen, sieht sich in manchen Themen eher als in der Wolle gefärbten Liberalen, dem vor allem die Unantastbarkeit der freien Meinungsäußerung und ein Zurückdrängen des Staates aus dem Alltag der Deutschen am Herzen liegt. Kelle absolvierte seine Ausbildung zum Redakteur beim „Westfalen-Blatt“ in Bielefeld. Seine inzwischen 30-jährige Karriere führte ihn zu Stationen wie den Medienhäusern Gruner & Jahr, Holtzbrinck, Schibsted (Norwegen) und Axel Springer. Seit 2007 arbeitet er als Medienunternehmer und Publizist und schreibt Beiträge für vielgelesene Zeitungen und Internet-Blogs.