Alles hängt mit allem zusammen: Wall Street Journal auch nicht Fake News-sicher

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von SEBASTIAN KOWALKE

New York City – Das renommierte Wall Street Journal (WSJ) steht in den USA unter starkem Druck. WSJ-Journalist Jack Nicas hat in einem Bericht Screenshots verwendet, auf denen angeblich zu sehen sein soll, dass Unternehmen wie Coca-Cola, Starbucks oder Toyota Werbung vor rassistischen YouTube-Videos geschalten haben. Doch diese Screenshots stellen sich durch Nachforschungen des YouTubers „h3h3productions“ nun als gefälscht heraus.

Viele Unternehmen hatten als Reaktion auf diesen Bericht sämtliche Werbung bei YouTube storniert. Dieser Rückzug veranlasste YouTube, die Regeln für die Monetarisierung von Videos wesentlich strenger zu gestalten, was wiederum zu einem großen Aufschrei unter den Inhaltserstellern führte. Es entstand sowohl ein massiver Schaden für YouTube selbst und damit für Google als auch für die YouTuber, deren Videos nun häufiger von Werbeschaltungen ausgeschlossen wurden.

Bislang gibt es zu den Anschuldigungen weder eine Stellungnahme vom Wall Street Journal noch von ihrem Autor Jack Nicas, doch die Indizien wiegen schwer. Denn was viele als „Zensur“ seitens YouTube bezeichneten, scheint nun lediglich deshalb entstanden zu sein, weil entweder Jack Nicas sich zum „Antifaschisten“ aufspielen wollte, dem jedes Mittel recht ist, um konservativen YouTube-Größen wie Steven Crowder die Geschäftsgrundlage zu entziehen – oder gar, weil das Wall Street Journal höchst selbst, eines der renommiertesten Medien der USA, sich mit YouTube eines Konkurrenten entledigen wollte.

Die gefälschten Screenshots werfen auf jeden Fall ein neues Licht auf das Wall Street Journal, das bislang eigentlich als „fake-news-sicher“ galt.

Bildquelle:

  • Fake News: dpa
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