900.000 Muslime mehr in fünf Jahren: Die Lösung für die realen Probleme heißt Leitkultur

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Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

die aktuelle Meldung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BaMF), nach der seit Frau Merkels einsamer Entscheidung im Herbst 2015, die deutsche Bevölkerung bis heute auch um weitere 900.000 Muslime gewachsen ist, wird manchem von Ihnen das Blut in Wallung bringen. Es gibt gute Gründe dafür, diese Entwicklung für einen (weiteren) fatalen Fehler dieser Bundesregierung zu halten. Die alljährlichen Zahlen des Bundeskriminalamtes über die Gewaltkriminalität von Flüchtlingen und Migranten sind erschreckend. Hunderte Deutsche könnten noch leben, viele wurden verletzt, jedes Jahr finden Tausende sexuelle Übergriffe und Vergewaltigungen statt. Ja, es gibt gute Gründe dafür, diese Zustände zu beenden, zum Beispiel durch die konsequente Abschiebung der 260.000 rechtskräftig abgelehnten Asylbewerber hierzulande. Aber sie tun es nicht, sie ignorieren den Rechtsstaat, den sie ja selbst geschaffen und entwickelt haben, um vermeintlich höherer Ziele willen. Und wenn wir leider davon ausgehen müssen, dass der nächsten Bundesregierung auch Die Grünen angehören werden, ja dass sie möglicherweise sogar die führende Rolle dort übernehmen, dann gibt es gute Gründe, die Flüchtlingspolitik und ihre Folgen mit größter Besorgnis zu betrachten.

Und das ganz sicher nicht, weil die große Mehrheit der Deutschen etwas gegen Ausländer, auch gegen Muslime im Speziellen einzuwenden hätten. Aber wir alle lesen Zeitung, wir kennen Anis Amri und sein Lastwagen-Attentat mitten in einem Berliner Weihnachtsmarkt 2016 mit all den schrecklichen Folgen. Wir kennen das traurige Schicksal von Maria Ladeberger aus Freiburg, die sich in der Flüchtlingshilfe engagierte und dann von einem jungen Afghanen vergewaltigt und in der Dreisam ertränkt wurde. Wir haben das Splatter-Video aus Stuttgart gesehen, wo ein junger Mann von einem Migranten am helllichten Tag mit einer Machete niedergemetzelt und getötet wurde, wissen um das Schicksal des kleinen achtjährigen Jungen, der im Frankfurter Hauptbahnhof von einem Mann aus Erithrea vor den einfahrenden Zug geworfen wurde, einfach so.

Acht Jahre, das Leben noch vor sich. Wer weiß, was aus diesem Kind später einmal geworden wäre? Wer kann auch nur ein wenig mitfühlen, was die überlebende Mutter für den Rest ihres Lebens an furchtbarer Last mit sich herumtragen muss. Es gibt eine Reihe solcher Tötungsdelikte, hunderte. Wir haben die Filmschnipsel gesehen aus der Stuttgarter Innenstadt, wo die “Party- und Eventszene” maskiert “Allahu Akbar” skandierend durch die Straßen zog. Hunderte Frauen werden die Kölner Silvesternacht 2015 mit traurigen Erinnerungen aus eigenem Erleben für den Rest ihres Lebens verbinden. Und wo sind eigentlich die sogenannten Feministinnen – außer der immer geradlinigen Alice Schwarzer – denen das Schicksal der “Schwestern” scheißegal ist, wenn die Täter nicht ins politisch gewünschte Bild passen? Und wo der Polizei vorgeworfen wird, “racial profiling” zu betreiben, wenn sie unter 1500 Männern aus Arabien dann nach Männer sucht, die aus Arabien zu uns gekommen sind. Einfach nur noch irre alles, was in diesem Land passiert. Ach ja, und wenn ich einfach das alles nur aufzähle, dann ist die Empörung groß – über mich! Wie kann der Kelle einfach nur so schreiben, was ist. Warum schleift er die Wirklichkeit nicht so ab, dass sie ins politische gewünschte deutsche Teletubbyland passt?

Und dennoch gibt es auch eine andere Seite, wenigstens wir Bürgerlichen sollten klaren Kopf behalten. Vor bald zwei Jahren war ich mit einem älteren Freund und Förderer in Frankfurt/Main unterwegs. Wir schlenderten durch die City von Mainhattan und er erzählte mir, dass in der Gastronomie in seinem Umfeld ohne Köche und Servicekräfte aus aller Welt überhaupt nichts mehr laufe. Und bei einem meiner bürgerlich-konservativen Stammtische in Würzburg vor Corona erzählte mit ein mittelständischer Unternehmer, dass in seinem 100-Mitarbeiter-Betrieb der beste Mann ein junger Syrer sei, der fließend unsere Sprache spreche, überdurchschnittlich fleißig und dazu noch freundlich und hilfsbereit sei. Ja, er ist Muslim, aber er will keinen enthaupten, sondern er ist froh, aus seiner Heimat entkommen und hier bei uns zu sein, eine Perspektive zu haben in einem Land, in dem immer weniger biodeutsche Kinder geboren werden.

Was ist sagen will: Wie bei allen wichtigen Themen gibt es nicht nur Schwarz und Weiß. Wir müssen genau hinschauen, wem wir vorübergehend Schutz gewähren, und wen wir auf Dauer bei uns in Deutschland behalten wollen. Weil er oder sie mitarbeitet an der Fortentwicklung unserer Gesellschaft, weil sie unsere Regeln und Traditionen akzeptieren, wie wir übrigens auch die ihren. Und wenn ich sonntags in meine Kirche gehe, und der Kollege Freitags in der Moschee betet – na und? Wir haben dieses Grundgesetz mit Religionsfreiheit.

Entscheidend ist, dass wir klar zwischen den gutwilligen Menschen entscheiden und denen, die uns ausnutzen oder aus Deutschland ein Kalifat machen wollen. Wer das will, wer hier im Gastland schwere Straftaten begeht, der muss vor Gericht gestellt und einer gerechten und harten Strafe zugeführt werden. Und danach konsequent Abschiebung ohne Wenn und Aber.

Passen Sie bitte auf sich auf!

Ihr Klaus Kelle

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Über den Autor

Klaus Kelle
Klaus Kelle, Jahrgang 1959, gehört laut Focus-online zu den „meinungsstärksten Konservativen in Deutschland“. Der gelernte Journalist ist jedoch kein Freund von Schubladen, sieht sich in manchen Themen eher als in der Wolle gefärbten Liberalen, dem vor allem die Unantastbarkeit der freien Meinungsäußerung und ein Zurückdrängen des Staates aus dem Alltag der Deutschen am Herzen liegt. Kelle absolvierte seine Ausbildung zum Redakteur beim „Westfalen-Blatt“ in Bielefeld. Seine inzwischen 30-jährige Karriere führte ihn zu Stationen wie den Medienhäusern Gruner & Jahr, Holtzbrinck, Schibsted (Norwegen) und Axel Springer. Seit 2007 arbeitet er als Medienunternehmer und Publizist und schreibt Beiträge für vielgelesene Zeitungen und Internet-Blogs.