4:1 gegen Werder Bremen: Dortmund will unbedingt in die Champions League

Dortmunds Spieler feiern das Tor zum 3:1 durch Stürmer-Star Erling Haaland. Foto: Friedemann Vogel/EPA-Pool/dpa
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von HEINZ BÜSE

DORTMUND – Dank Erling Haaland schöpft Borussia Dortmund neue Hoffnung im Kampf um einen Champions-League-Platz.

Nach längerer Torflaute steuerte der norwegische Torjäger (34. Foulelfmeter/38.) zwei Treffer zum 4:1 (3:1)-Erfolg über Werder Bremen bei, mit dem der BVB den Abstand zu Rang vier auf vier Punkte verkürzte. Ungeachtet des erfolglosen Kraftaktes am Mittwoch im Viertelfinale der europäischen Königsklasse gegen Manchester City bot der BVB zumindest in der 1. Halbzeit erneut eine kämpferisch ansprechende Leistung und ließ sich selbst durch den frühen Rückstand von Milot Rashica (14. Minute) nicht aus dem Konzept bringen.

Im leeren Signal Iduna Park sorgte Giovanni Reyna (29.) für den dritten Dortmunder Treffer. Mats Hummels (87.) sorgte für den Endstand. «Nach gestern sind wir noch ein bisschen heißer gewesen. Das war eine Riesenchance, noch mal ranzukommen. Das haben wir mit dem Sieg heute geschafft, den Abstand weiter verkürzt», sagte BVB-Kapitän Marco Reus im TV-Sender Sky mit Blick auf die Niederlagen der Konkurrenten um die Champions-League-Plätze.

Dagegen wächst bei den Bremern bei nur vier Zählern Abstand zum Relegationsplatz die Abstiegsangst. Mit der fünften Niederlage in Serie stellten sie den Vereinsnegativrekord ein. «Jetzt haben wir Must-Win-Spiele. Wir brauchen unbedingt Punkte. Wir wissen alle, was für eine Stunde es geschlagen hat», sagte Bremens Verteidiger Marco Friedl. Und Trainer Florian Kohfeldt, der angefressen auf die Leistung seiner Mannschaft reagierte, meinte mit Blick auf das kommende Heimspiel: «Wir sind immer noch in einer guten Situation, was den Klassenerhalt angeht. Am Mittwoch müssen wir alles dafür tun, dass wir Mainz 05 hinter uns lassen.» Mainz liegt zwei Punkte hinter Bremen.

Mit Rücksicht auf die anhaltende Terminhatz nahm BVB-Trainer Edin Terzic zwei Änderungen vor. Davon profitierte auch Nationalspieler Julian Brandt, der erstmals seit Wochen wieder in der Startelf stand und im Mittelfeld Emre Can ersetzte. Diese Maßnahme machte sich zunächst genauso wenig bezahlt wie das neue Outfit. Im neonfarbenen Retro-Trikot, das die BVB-Profis erstmals seit 30 Jahren trugen, erwischte Dortmund einen kapitalen Fehlstart.

Gleich der erste Konter der Gäste bescherte den Rückstand. Nach schönem Zuspiel von Maximilian Eggestein lief Rashica seinem Gegenspieler Hummels auf und davon und traf aus spitzen Winkel zum 1:0.

Diese Führung schien den Gästen glänzend in die Karten zu spielen. Mit einer defensiven Fünferkette hinderten sie die Dortmunder am Kombinationsspiel und blieben mit Kontern gefährlich. Erst ein fulminanter Schuss von Reyna sorgte für die Wende. Von der Strafraumgrenze beförderte der 18-Jährige den Ball mit großer Wucht in den Torwinkel und erweckte sein Team damit zu neuem Leben.

Danach benötige der BVB nur kurze Zeit, um die Partie zu seinen Gunsten zu drehen – begünstigt von einem mit Elfmeter geahndeten Foul von Kevin Möhwald an Marco Reus. Angreifer Haaland nutzte diese Chance, um seine zuvor vier Pflichtspiele anhaltende Torflaute im BVB-Trikot zu beenden. Mit einem Abstaubertor vier Minuten später aus kurzer Distanz erhöhte der Norweger gar auf 3:1. Damit traf der 20-Jährige zum 13. Mal in der Bundesliga mindestens doppelt.

Entschieden war die Partie damit aber damit noch immer nicht. Zwar blieb der BVB auch in der 2. Halbzeit die spielbestimmende Mannschaft, schlug aus der Überlegenheit aber zu wenig Kapital. So durften die Gäste weiter hoffen und waren bei einem Pfostenschuss von Eggestein (63.) dem Abschlusstreffer nahe. Zehn Minuten später blieben zwei Chancen von Joshua Sargent ungenutzt.

Bildquelle:

  • Borussia Dortmund – Werder Bremen: dpa
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