33:26 gegen Norwegen: Frankreich wieder Handball-Weltmeister

Nikola Karabatic (M.) sorgte wie gewohnt für Druck aus dem Rückraum. Foto: Michel Euler
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Paris – Frankreichs Handball-Recken tanzten wie kleine Kinder über das Parkett, dann gab Oldie Thierry Omeyer mit dem Gold-Pokal in der Hand den Startschuss zu einer langen Partynacht.

Mit dem sechsten Titelgewinn hat Rekord-Champion Frankreich Handball-Geschichte geschrieben und eine stimmungsvolle Heim-WM gekrönt. Das Starensemble um die Routiniers Nikola Karabatic und Daniel Narcisse setzte sich im Finale gegen Außenseiter Norwegen mit 33:26 (18:17) durch und triumphierte wie schon 1995, 2001, 2009, 2011 und 2015.

«Frühere Generationen haben diesen Traum in uns geweckt, wir haben die Legende fortgeschrieben. Ich bin stolz auf diese Mannschaft. Es ist so emotional», sagte Karabatic mit Söhnchen Alek auf dem Arm. Auch der 40 Jahre alte Omeyer war überwältigt: «Das ist ein großartiger Moment. Es ist riesig, vor den Augen von Familie und Freunden Weltmeister zu werden», sagte der frühere Keeper des THW Kiel nach dem erfolgreich abgewehrten Wikinger-Angriff.

Vor 15 609 Zuschauern in der ausverkauften Pariser AccorHotels Arena war Karabatic mit sechs Toren bester Werfer. Kentin Mahé, Michaël Guigou und Valentin Porte trafen jeweils fünfmal für die Franzosen. Aufseiten der Skandinavier, die nur mit einer Wildcard zur Endrunde gekommen waren und ihre erste WM-Medaille gewannen, traf Kent Robin Tønnesen (5) vom Bundesligisten Füchse Berlin am häufigsten.

Bildquelle:

  • Druck: dpa
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