Sommer in Deutschland: Von Freibad-Randale, Cheeseburgern und öffentlich pinkelnden Raketentechnikern

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser!

Sind Sie schon im Urlaub? Oder warten Sie im eigenen Garten auf Putins Atomschlag gegen deutsche Städte? Es ist so irre, was alles gerade wieder passiert, oder? Wenn Sie heute die deutschen Medien sichten, gibt es nur ein Thema: Kamala Harris. Ich glaube als Christ ja unbedingt an die Wiederkehr von Jesus Christus, aber das es so schnell gehen würden mit dem Messias, und dann in Gestalt einer dunkelhäutigen Frau – ich hätte das nicht für möglich gehalten.

Bidens geheimer Plan, wer wird Vize von Harris, was sagt Hollywood zum Kandidatentausch, was wird aus Bidens früheren Konkurrenten, ist Harris überhaupt schon Kandidatin jetzt, was sagt Elon Musk…und was hat das alles mit einem Mittagessen des deutschen Arrbeitsministers zu tun? So viele Fragen, und alle im Grunde belanglos. Denn Donald Trump wird US-Präsident im November, was der deutsche Mainstream dazu meint, ist übrigens ganz besonders belanglos.

Deshalb möchte ich zum Wochenstart Ihr Augenmerk auf ein anderes schönes Thema lenken.

Im Berliner Bezirk Neukölln hat am Samstag die Freibadsaison begonnen. Also, vorübergehend, denn eine „Gruppe“ Halbwüchsiger haute sich gepflegt gegenseitig aufs Maul. Die Polizei rückte an, die Schläger waren verschwunden, die Opfer lehnten medizinische Versorgung ab. Alltag, sehen Sie, dit is Berlin… Das Freibad wurde dann vorzeitig wieder geschlossen.

Ich wundere mich, dass überhaupt noch jemand dort in ein Freibad geht. Letztens war ich mit einem Politiker einen Kaffee trinken im Berliner Bezirk Zehlendorf, dem man nachsagt, dass er bürgerlich sei. Wir saßen auf der Terrasse eines Cafes mit Blick auf die Krumme Lanke und plauderten, während wir den Security-Wachleuten in blauen Uniformen beim Patrouillieren zwischen den Badegästen zuschauten. An der Straße parkte eine „Wanne“, ein Mannschaftswagen der Polizei, mit einem halben Dutzend Beamten, die gelangweilt in der Sonne herumstanden.

Dieser Staat ist nicht nur nicht in der Lage, die Verhältnisse zu verändern. Sie wollen es gar nicht. Jeden Tag, an jeder Ecke können wir den Verfall beobachten. Und gleichzeitig haben die Meisten irgendwie Spaß.

In Weeze am Niederrhein fand am Wochenende das Parookaville-Festival statt, ein dreitägiges Musikfestival für „Electronic Musik“-Freunde. 225.000 Fans tobten sich da richtig aus. Zwei unserer Kinder waren am Samstagabend in Köln im Stadion beim US-Rapper Travis Scott. Ich war mit zwei anderen im Auto (Diesel, böse, böse) unterwegs zur European League of Football (ELF). Rhein Fire Düsseldorf gegen Frankfurt Galaxy – der alte Klassiker der deutschen Football-Dinos. Im Autoradio schaltete der WDR dauernd zum Christopher Street Day nach Köln, die größte, tollste, wichtigste, galaktischste Veranstaltung im Universum sozusagen. Mit angeblich einer Million Teilnehmern. Der Kölner nennt das lapidar „Schwuppen-Umzug“, aber gut. Et is wie et is…

„Geht da alle noch hin jetzt“, forderte der Moderator seine Zuhörer auf und weiter: „Wir müssen jetzt ein Zeichen setzen….“ Ich muss gar nichts, sagte ich meinen Jungs, während wir einparkten, „außer gleich einen Cheeseburger essen“… Man wird viel ruhiger, wenn man älter wird.

Und morgen erzähle ich Ihnen von dem übergewichtigen Raketentechniker aus irgendeinem Shithole der Welt, der in Frankfurt am Wochenende in irgendeinem öffentlichen Brunnen duschte und ungeniert urinierte, während viele gelangweilte Bundesbürger daneben saßen und plauderten und Latte Macchiato tranken…

Mit herzlichen Grüßen,

Ihr Klaus Kelle

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Über den Autor

Klaus Kelle
Klaus Kelle, Jahrgang 1959, gehört laut Focus-online zu den „meinungsstärksten Konservativen in Deutschland“. Der gelernte Journalist ist jedoch kein Freund von Schubladen, sieht sich in manchen Themen eher als in der Wolle gefärbten Liberalen, dem vor allem die Unantastbarkeit der freien Meinungsäußerung und ein Zurückdrängen des Staates aus dem Alltag der Deutschen am Herzen liegt. Kelle absolvierte seine Ausbildung zum Redakteur beim „Westfalen-Blatt“ in Bielefeld. Seine inzwischen 30-jährige Karriere führte ihn zu Stationen wie den Medienhäusern Gruner & Jahr, Holtzbrinck, Schibsted (Norwegen) und Axel Springer. Seit 2007 arbeitet er als Medienunternehmer und Publizist und schreibt Beiträge für vielgelesene Zeitungen und Internet-Blogs.