SPD-Generalsekretär Heil sieht Riesenproblem Antisemitismus

SPD-Generalsekretär Hubertus Heil im Willy-Brandt-Haus in Berlin. Foto: Kay Nietfeld/Archiv
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«Rechtsradikale und Neonazis bedrohen Menschen jüdischen Glaubens. Das ist nicht akzeptabel.», so Heil. Antisemitismus sei außerdem im islamischen Fundamentalismus beheimatet sowie bei «Menschen die aus Regionen zu uns gekommen sind, in denen Antisemitismus eine politische Doktrin ist», fügte Heil hinzu. Dagegen gelte es vorzugehen.

Die Zahl antisemitischer und antiisraelischer Delikte in Deutschland habe leicht zugenommen, berichtet die Zeitung unter Berufung auf schriftliche Fragen des Grünen-Bundestagsabgeordneten Volker Beck und die Antwort der Bundesregierung darauf.

Demnach wurden im ersten Halbjahr 2017 insgesamt 681 derartige Delikte erfasst und damit 27 Taten mehr (plus vier Prozent) als im Vergleichszeitraum des Vorjahres – damals waren es 654. Experten würden bezweifeln, dass alle diese Taten «rechtsextremistisch motiviert» seien. So würden «Juden raus»-Schmierereien in Statistiken generell als rechtsextrem ausgewiesen, obwohl diese Parole auch in islamistischen Kreisen populär sei. (dpa)

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  • SPD-Generalsekretär Heil: dpa
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