Linde und US-Rivale Praxair wollen fusionieren

Der erste Anlauf zu einem Zusammenschluss von Linde und Praxair war gescheitert, weil man sei sich bei der Wahl des Firmensitzes und der Struktur des fusionierten Unternehmens nicht einig wurde. Foto: Nicolas Armer
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München – Zwei Monate nach dem Abbruch ihrer Fusionsverhandlungen nehmen der Industriegase-Konzern Linde und sein US-Konkurrent Praxair einen neuen Anlauf für einen Zusammenschluss. Zusammen würden sie den französischen Konkurrenten Air Liquide als Weltmarktführer für Industriegase ablösen.

Um die Verhandlungen zu erleichtern, räumte der eigentlich noch bis April amtierende Linde-Chef Wolfgang Büchele seinen Posten mit sofortiger Wirkung. Als Nachfolger soll der 66-jährige frühere Linde-Europa-Chef Aldo Belloni den Zusammenschluss unter Dach und Fach bringen.

Belloni gilt als Vertrauter von Aufsichtsratschef Wolfgang Reitzle. Der erste Anlauf zu einem Zusammenschluss von Linde und Praxair war im September gescheitert, weil man sich bei der Wahl des Firmensitzes und der Struktur des fusionierten Unternehmens nicht einig geworden war. In der Folge hatte Linde-Finanzchef Georg Denoke gehen müssen und Büchele angekündigt, seinen Ende April auslaufenden Vertrag nicht mehr zu verlängern. (dpa)

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  • Linde AG: dpa
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