Kosovo bereitet Aufstellung eigener Armee vor

Die Fahne des Kosovo bei einer Feier in Pristina. Nun wollen sich die Kosovo-Albaner eine eigene Armee geben. Foto: Armando Babani
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Pristina – Das seit neun Jahren unabhängige Kosovo bereitet weiter die Aufstellung einer Armee vor, obwohl sich die NATO sowie die EU und die USA heftig dagegen wehren. Die Truppe solle 8000 Soldaten umfassen, berichtete die Zeitung «Zeri» in Pristina.

Dafür sei ein Budget von 51 Millionen Euro vorgesehen, das jährlich um fünf Millionen Euro steigen solle. Zuvor hatte Staatspräsident Hashim Thaci angekündigt, 110 der 120 Abgeordneten im Parlament würden für die neue Armee stimmen.

Obwohl die NATO seit Jahren die Vorläufer der Armee mit Waffen und Ausbildung unterstützt, hatte sie ebenso wie die EU und Washington zum aktuellen Zeitpunkt von einem offiziellen Startschuss abgeraten. Das würde die ohnehin äußerst angespannte Situation mit dem Nachbarn Serbien zusätzlich belasten, hieß es zur Begründung.

Das fast nur noch von Albanern bewohnte Kosovo ist inzwischen von über 110 Staaten anerkannt. Serbien will aber seine frühere Provinz wieder zurückhaben. Im Kosovo lebt noch eine kleine serbische Minderheit.

Bildquelle:

  • Kosovo: dpa
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Klaus Kelle
Klaus Kelle, Jahrgang 1959, gehört laut Focus-online zu den „meinungsstärksten Konservativen in Deutschland“. Der gelernte Journalist ist jedoch kein Freund von Schubladen, sieht sich in manchen Themen eher als in der Wolle gefärbten Liberalen, dem vor allem die Unantastbarkeit der freien Meinungsäußerung und ein Zurückdrängen des Staates aus dem Alltag der Deutschen am Herzen liegt. Kelle absolvierte seine Ausbildung zum Redakteur beim „Westfalen-Blatt“ in Bielefeld. Seine inzwischen 30-jährige Karriere führte ihn zu Stationen wie den Medienhäusern Gruner & Jahr, Holtzbrinck, Schibsted (Norwegen) und Axel Springer. Seit 2007 arbeitet er als Medienunternehmer und Publizist und schreibt Beiträge für vielgelesene Zeitungen und Internet-Blogs.