Köln und Hoffenheim auf Kurs Europa – Leipzig schwächelt

Anthony Modeste erzielte für den 1. FC Köln gegen Hertha seine Saisontore 20, 21 und 22. Foto: Federico Gambarini
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Berlin – In der vergangenen Spielzeit im Abstiegskampf, jetzt auf Kurs Königsklasse – 1899 Hoffenheim darf nach dem neunten Heimsieg der Bundesligasaison von großen Duellen in der Champions League träumen.

Auch RB Leipzig ist noch auf Kurs Königsklasse, doch der zweitplatzierte Aufsteiger muss aufpassen: Nach zwei Niederlagen hintereinander rückt die Konkurrenz näher. Die Fans des 1. FC Köln hoffen ebenfalls auf internationale Spiele. Dank Top-Torjäger Anthony Modeste sieht es gut aus.

LEIPZIG-SCHWÄCHEPHASE: Nur ein Punkt aus den vergangenen drei Spielen. Zwar ist Leipzig in der Tabelle immer noch Bayern-Verfolger Nummer 1, doch RB muss eher nach hinten gucken. Dortmund liegt nur drei Punkte hinter RB und auch Hoffenheim auf Rang vier ist in Lauerstellung. «Man muss sich das Glück erarbeiten und das Glück erzwingen. Das tun wir im Moment eine Spur zu wenig», sagte RB-Coach Ralph Hasenhüttl im Pay-TV-Sender Sky. «Im Moment ist es auch ein wenig die fehlende Coolness. Die Länderspielpause müssen wir nutzen, um wieder Kraft zu tanken. Danach müssen wir uns wieder anders präsentieren.»

MODESTE-SHOW: Es waren seine Saisontore Nummer 20, 21 und 22. Anthony Modeste greift in diesem Jahr ernsthaft in das Privatduell um die Torjägerkanone zwischen Pierre-Emerick Aubameyang und Robert Lewandowski ein. «Wir haben heute stark gespielt, ich gratuliere der ganzen Mannschaft», sagte Modeste nach seinem Glanzauftritt gegen Hertha BSC. «Ohne meine Mannschaft hätte ich jetzt keine 22 Tore.» Mit seinem Dreierpack schob er sich an Lewandowski vorbei und liegt nur noch ein Tor hinter Aubameyang, der am 25. Spieltag ebenfalls traf. Lewandowski kann am Sonntag beim Auswärtsspiel der Bayern in Mönchengladbach aber noch nachziehen.

JONKER-EFFEKT: Sieben Punkte aus drei Spielen lautet die ansehnliche Zwischenbilanz von Wolfsburgs neuem Coach Andries Jonker. Vom Trainer-Effekt profitiert ein VfL-Spieler ganz besonders: Mario Gomez. Der Nationalstürmer hat in allen drei Partien unter dem neuen Trainer ein Tor erzielt und traf kurioserweise insgesamt bereits zum zwölften Mal unter dem Cheftrainer Jonker – im achten Spiel. Vor seiner Zeit in Wolfsburg hatte Jonker 2011 schon als Interimscoach beim FC Bayern mit Gomez zusammengearbeitet.

HOFFENHEIM-HEIMSTÄRKE: 13 Spiele, acht Siege, fünf Unentschieden, keine Niederlage – 1899 Hoffenheim bleibt auch nach dem Leverkusener Gastspiel zu Hause eine Macht. Durchaus möglich, dass sich in der kommenden Saison Real Madrid oder der FC Barcelona mit der Hoffenheimer Heimstärke auseinandersetzen müssen. Denn: Die Kraichgauer haben Platz vier gefestigt, der zur Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation berechtigt. (dpa)

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  • Nicht zu stoppen: dpa
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