Guten Morgen, Deutschland!

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von KLAUS KELLE

Das vorneweg: „Liebe Leserinnen, liebe Leser“ ist ab heute hier gestrichen! Ein befreundeter Journalist aus Berlin machte mich gestern Abend darauf aufmerksam, dass diese Anrede ja wohl voll retro ist. Er hat recht damit. Eine moderne und junge Tageszeitung sollte grundsätzlich alles erst einmal neu denken. Wir fragen ja auch bei „Wer wird Millionär“ nicht wie einst Robert Lembke „Welches Schweinderl hätten’s denn gern?“

Doch zurück zum Aufreger-Thema des gestrigen Tages: der wirklich dümmlichen Kritik der Grünen-Chefin Simone Peter am gelungenen Polizeieinsatz von Köln. Gelungen? Ja, gelungen! Denn der einzige Gradmesser ist: wie viele Frauen wurden nicht sexuell belästigt, bestohlen und vergewaltigt? Und das Ergebnis der Betrachtung ist: Die Innenstadt von Köln war vorgestern Nacht vielleicht nicht völlig sicher, aber deutlich sicherer als die Silvesternacht 2015. Und deshalb gibt es überhaupt nichts anderes zu dem Einsatz zu sagen, als: Danke, Polizei, dass Ihr nicht nur Silvester, sondern immer und überall Euren Kopf für uns alle hinhaltet. Und dass Ihr euch dafür beschimpfen und beleidigen lasst. Dass ihr ruhig bleibt, dass Ihr für wenig Geld gute Arbeit abliefert.

Ist Ihnen schonmal aufgefallen, dass viele der härtesten Jobs in diesem Land gerade die sind, die schlecht bezahlt werden? Polizei, Feuerwehr, Rettungssanitäter – sie alle schuften für unsere Gesellschaft, für uns, werden schlecht bezahlt und bisweilen noch angepöbelt. Was sind wir für eine Gesellschaft, die diesen fleißigen Helfern den Respekt verweiger? Krankenpflegern … Altenpflegern…Soldaten der Bundeswehr. Denn ja, auch die gehören dazu!

 

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About the Author

Klaus Kelle
Klaus Kelle, Jahrgang 1959, gehört laut Focus-online zu den „meinungsstärksten Konservativen in Deutschland“. Der gelernte Journalist ist jedoch kein Freund von Schubladen, sieht sich in manchen Themen eher als in der Wolle gefärbten Liberalen, dem vor allem die Unantastbarkeit der freien Meinungsäußerung und ein Zurückdrängen des Staates aus dem Alltag der Deutschen am Herzen liegt. Kelle absolvierte seine Ausbildung zum Redakteur beim „Westfalen-Blatt“ in Bielefeld. Seine inzwischen 30-jährige Karriere führte ihn zu Stationen wie den Medienhäusern Gruner & Jahr, Holtzbrinck, Schibsted (Norwegen) und Axel Springer. Seit 2007 arbeitet er als Medienunternehmer und Publizist und schreibt Beiträge für vielgelesene Zeitungen und Internet-Blogs.