Gauland: „Nicht einseitig mit Le Pen solidarisieren“

«Daher sollten wir als AfD uns beim Blick auf die französischen Präsidentschaftswahlen nicht einseitig mit Marine Le Pen solidarisieren», sagt der AfD-Fraktionsvorsitzende Gauland. Foto: Bernd Settnik/Archiv
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Berlin – Der stellvertretende AfD-Vorsitzende Alexander Gauland warnt seine Partei, einseitig für die französischen Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen von der rechtsradikalen Front National Partei zu ergreifen. Auf ihn mache vielmehr der konservative Bewerber François Fillon einen sehr positiven Eindruck. «Daher sollten wir als AfD uns beim Blick auf die französischen Präsidentschaftswahlen nicht einseitig mit Marine Le Pen solidarisieren», sagte er der «Welt am Sonntag». Fillons Programm sei dem der AfD mindestens so nahe wie das der Front National. Gauland imponiert nach eigenen Worten Fillons wettbewerbsorientiertes wirtschaftliches Reformprogramm. Fillon wolle überdies ganz ähnlich wie die AfD die EU grundlegend reformieren, ihr aber die Chance zur Reform auch geben. Dass Parteifreunde bisher die Kooperation mit der Front National favorisiert hätten, sei kein Fehler. Zunächst sei keine Alternative erkennbar gewesen. Jetzt gebe es diese mit Fillon. In Umfragen für den ersten Durchgang der Präsidentenwahl liegen Fillon und die Rechtspopulistin Le Pen deutlich vorn. Deutschlands wichtigster EU-Partner wählt seinen neuen Staatschef voraussichtlich in zwei Wahlgängen am 23. April und am 7. Mai kommenden Jahres.

Bildquelle:

  • Alexander Gauland: dpa
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Über den Autor

Klaus Kelle
Klaus Kelle, Jahrgang 1959, gehört laut Focus-online zu den „meinungsstärksten Konservativen in Deutschland“. Der gelernte Journalist ist jedoch kein Freund von Schubladen, sieht sich in manchen Themen eher als in der Wolle gefärbten Liberalen, dem vor allem die Unantastbarkeit der freien Meinungsäußerung und ein Zurückdrängen des Staates aus dem Alltag der Deutschen am Herzen liegt. Kelle absolvierte seine Ausbildung zum Redakteur beim „Westfalen-Blatt“ in Bielefeld. Seine inzwischen 30-jährige Karriere führte ihn zu Stationen wie den Medienhäusern Gruner & Jahr, Holtzbrinck, Schibsted (Norwegen) und Axel Springer. Seit 2007 arbeitet er als Medienunternehmer und Publizist und schreibt Beiträge für vielgelesene Zeitungen und Internet-Blogs.