Bundestagswahl: Angela Merkel wieder Spitzenkandidatin der Nordost-CDU

Bundeskanzlerin Angela Merkel am Freitag auf dem Neujahrsempfang ihres Wahlkreises in Stralsund. Foto: Stefan Sauer
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Stralsund – Bundeskanzlerin Angela Merkel ist Spitzenkandidatin der CDU Mecklenburg-Vorpommerns für die Bundestagswahl am 24. September.

Auf einem Landesparteitag in Stralsund votierten 95 Prozent der rund 140 Delegierten dafür, die CDU-Bundesvorsitzende auf Platz eins der CDU-Landesliste zu setzen.

Die Spitzen von CDU und CSU hatten sich bereits darauf verständigt, dass Merkel erneut Kanzlerkandidatin der Union wird. Sie gehört dem Landesverband Mecklenburg-Vorpommern an und hat in Nordvorpommern ihren Wahlkreis, in dem sie seit 1990 immer das Direktmandat gewann. Ihr bislang bestes Ergebnis erreichte Merkel bei der Bundestagswahl 2013 mit einem Stimmenanteil von 56,2 Prozent. Damals hatte die Union im Nordosten sämtliche Wahlkreise und damit alle sechs Direktmandate gewonnen.

Merkel bekannte sich auf Parteitag zu höheren Militärausgaben in Deutschland. «Sicherheit und Sicherung sind notwendig», betonte Merkel auf einem Parteitag der CDU Mecklenburg-Vorpommerns in Stralsund. Sie räumte ein, dass die Bundesrepublik über Jahre hinweg weniger Geld bereitgestellt habe als vereinbart. So sollten zwei Prozent des Bruttoinlandproduktes für Verteidigung ausgegeben werden, erinnerte Merkel an einen Nato-Beschluss von 2002. «Wir haben uns alle nicht besonders daran gehalten.»

Die Krise in der Ukraine und die Notwendigkeit, den islamistischen Terror zu bekämpfen, erforderten Verlässlichkeit. «Verpflichtungen müssen schon erfüllt werden. Und das werden andere auf der Welt von uns auch einfordern. Und ich finde, sie haben Recht damit, dass auch Deutschland seine Verpflichtungen einhalten muss», sagte Merkel.

Dabei gehe es nicht darum, Sicherheit im sozialen Bereich gegen Sicherheit im militärischen Bereich gegeneinander auszuspielen. «Unsere Bürgerinnen und Bürger haben im umfassenden Sinne einen Anspruch auf Sicherheit», betonte die Kanzlerin. Das schließe alle Bereiche ein, soziale, innere und äußere Sicherheit. Sie werde sich nicht darauf einlassen, diese Bereiche gegeneinander auszuspielen. (dpa)

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  • Angela Merkel: dpa
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