Axel Springer baut Geschäft mit Online-Werbung aus

Springer erwirtschaftet mittlerweile 70,6 Prozent des Gesamterlöses mit digitalen Geschäftsmodellen. Foto: Maurizio Gambarini
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In einem zweiten Schritt bringt der Dienstleister United Internet sein Geschäft mit gesponserten Links in die Awin AG ein und erhält dafür 20 Prozent der Anteile. Das teilte Axel Springer am Mittwoch in Berlin mit.

Mit dem Zusammenschluss wollen beide Unternehmen ihre Position bei der Vermittlung von Werbeleistungen zwischen Online-Medien und Unternehmen (Affiliate-Marketing) stärken. Die Awin AG betreut rund 6000 Werbekunden weltweit. Springer und United Internet erhoffen sich neue Erlösmodelle und wollen die Voraussetzungen für einen Börsengang des Unternehmens schaffen.

Springer erwirtschaftet mittlerweile 70,6 Prozent des Gesamterlöses mit digitalen Geschäftsmodellen. Die Investitionen in das internationale Digitalgeschäft zahlten sich aus, sagte Vorstandschef Mathias Döpfner. So legte der Konzernumsatz im ersten Halbjahr 2017 um knapp sieben Prozent auf 1,69 Milliarden Euro zu. Zu den Treibern zählten Rubrikenangebote wie Immonet und die Jobbörse Stepstone.

Die Bezahlangebote, zu denen Springer seine journalistischen Produkte zählt, legten um 2,3 Prozent auf 725,4 Millionen Euro zu. Döpfner hob dabei die Wirtschaftsnachrichten-Plattform «Business Insider» und die «Bild für Alle» hervor. Die Sonderausgabe zum 65. Geburtstag der Zeitung sei die am besten vermarktete «Bild» bisher gewesen.

Bildquelle:

  • Axel Springer: dpa
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